Aktuelles aus der Region

Europäischer Tag der Parke 2020 - Naturpark erleben stärkt die Gesundheit

 

Fürstenhagen. Am 24. Mai wird in ganz Europa der „Europäische Tag der Parke“ gefeiert. Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal ist einer von 104 Naturparken. Alle gemeinsam nehmen knapp 28% der Landesfläche in Deutschland ein. Europaweit gibt es circa 900 Parks, die mit den deutschen Naturparks vergleichbar sind.

Ziel des „Europäischen Tags der Parke“ ist es, Menschen näher an die Natur heranzuführen und ihnen den Wert von Schutzgebieten mit ihrer reichen Artenvielfalt nahe zu bringen. Aus aktuellem Anlass wurde das Thema „Naturerleben und Gesundheit - #ParksForHealth“ in diesem Jahr als Leitmotiv gewählt.

 

Jemand, der sich mit dem Thema Stressbewältigung und Burn-Out-Prävention mit Hilfe der Natur besonders gut auskennt, ist Unternehmer und langjähriger Natur-und Nationalparkführer Jürgen Dawo. Nach seinem Burn-Out gründet er das WaldResort in Weberstedt. Dort können Gäste den Hainich auf eine ganz besondere Art und Weise erleben. "Es gibt nichts Erholsameres als die Natur mal wieder intensiv mit allen Sinnen zu erleben. Genau das ist der Kern eines Waldbades. Das WaldResort im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal bietet verschiedene Seminare rund um das Thema Stressprävention mit Hilfe der Natur an. Aber auch Urlauber können in den Genuss eines Waldbades unter professioneller Anleitung kommen und einen Guide für Naturerleben und Waldbaden im WaldResort buchen", so Dawo.

 

Die Corona-Pandemie macht aktuell in besonderem Maße deutlich, welche Bedeutung Naturparke für das Wohlbefinden der Menschen und für den Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit haben. Aufgrund der kurzen Wege sind sie mit ihren besonderen Erlebnis- und Aktivangeboten für die gesamte Bevölkerung wichtige Räume für die Erholung sowie die Gesundheitsvorsorge und -erhaltung für Körper und Geist.

„Was für viele Menschen im ländlichen Raum selbstverständlich erscheint, wird uns in Corona-Zeiten bewusster: der eigene Garten, unbeschwertes Wandern auf einsamen Wegen und die Natur als Raum für Familienerlebnisse. Verträumte Dörfer werden so wieder zu reizvollen Wohnorten: mit liebevoll gestalteten Ortskernen und intakter Natur- und Kulturlandschaft – all das trägt zur Gesunderhaltung der Menschen im Naturpark bei, dass dies so bleibt, dafür macht sich der Naturpark stark!“ so Claudia Wilhelm, Leiterin des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratals.

 

So sind Naturparke nicht nur am 24. Mai „mit Abstand“ der beste Ort, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun.

 

Vor allem abseits der üblichen Wege, Stoßzeiten und Hotspots gibt es tolle Möglichkeiten des Naturerlebens und der Entspannung. Hier zu nennen sind:

 

der Rundwanderweg "Feensteig" der direkt am WaldResort in Weberstedt beginnt. Verschiedene Stationen entlang des Weges laden dazu ein, inne zu halten, achtsam zu reflektieren und bewusst in der Natur zu entschleunigen. Mit 2,5 Kilometern Länge ist dieser barrierearme Wanderweg ideal für Jedermann.

das Erlebniszentrum Fürstenhagen. Auf dem Wald-Erlebnispfad können große und kleine Forscher in einem Wäldchen Natur-Rätsel lösen, auf einem Barfußpfad entlang spazieren und ein riesiges Baumhaus erklimmen. Kräuter-, Tast- und Duftgärten sowie der liebevoll angelegte Bauerngarten laden zum Verweilen ein. Das Außengelände ist für Rollstuhlfahrer voll zugänglich und mit Orientierungshilfen für sehbehinderte Besucher ausgestattet.

das Wandergebiet Mihlaer Tal. Verschiedenste Wanderwege mit reizvollem Wechsel zwischen Werra und Hainich, Waldeinblicken und traumhaften Ausblicken laden zum Wandern ein. Ausführliche Routenbeschreibungen:

https://www.mihla.de/wandern

 

Weitere Informationen:

 

Verband Deutscher Naturparke e.V (VDN) - (Pressetextvorlage)

Holbeinstr. 12

53175 Bonn

Telefon 0228 921286-0

https://www.naturparke.de

 

Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Naturpark-Verwaltung

Dorfstraße 40

37318 Fürstenhagen

Telefon 0361 57 3915 000

https://www.naturpark-ehw.de

 

 

WaldResort – Am Nationalpark Hainich GmbH

Hainichstraße 5-11

99947 Weberstedt

Telefon: 036022 18 81 0

www.waldresort-hainich.de

 

Claudia Wilhelm

Leiterin Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

 

Neues Sonnensofa am Wisch bei Creuzburg – Entspannen im Naturpark bei traumhafter Kulisse

 

Jürgen Dawo genießt regelmäßig ein Waldbad im Hainich.

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Internationaler Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt - Biologische Vielfalt im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Fürstenhagen. Der alljährlich am 22. Mai begangene Internationale Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erinnert an die 1992 in Nairobi angenommene Biodiversitäts-Konvention. Ein zentrales Ziel dieses internationalen Umweltabkommens ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Dazu gehört die Vielfalt der Ökosysteme - also die Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Landschaften - die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten.

Um seinen Verpflichtungen aus der Konvention nachzukommen, hat Deutschland eine Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt entwickelt. Dazu wurden 30  Regionen zu „Hotspots der biologischen Vielfalt“ erklärt, welche jeweils einen besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten aufweisen. Eines dieser „Schatzkästchen“ der Natur umfasst, gemeinsam mit dem Hohen Meißner und dem Kaufunger Wald in Hessen, große Teile des  Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal. Denn hier sind noch vielfältige naturnahe Buchenwaldgesellschaften zu finden, von welchen die trockenen und wärmebegünstigten Orchideen-Buchenwälder Heimat von teils seltenen Pflanzen und Tierarten sind. Außerdem können im Naturpark die größten Eibenvorkommen Thüringens erlebt werden. In Waldschutzgebieten und im Nationalpark Hainich, welcher Bestandteil des Naturparks ist, laufen natürliche Waldentwicklungsprozesse ab, welche als zukünftige Urwälder schon heute vielen Urwaldarten Lebensraum bieten.

Im südlichen Eichsfeld und im  Werrabergland haben die Werra und ihre zahlreichen Nebenbäche aus der ursprünglichen Muschelkalkplatte eine Landschaft herausmodelliert, welche sich durch tief eingeschnittene Täler, Bergstürze und Steilhänge und somit ganz besondere Biotope auszeichnet. Der Wald gerät hier an seine natürlichen Grenzen. An seine Stelle treten wärmeliebende Staudenfluren und Trockengebüsche, welche wiederum eine ganz spezielle Tier- und Pflanzenwelt aufweisen.

Es sind aber vor allem die durch bäuerliche Tätigkeiten im 17., 18. und 19. Jahrhundert entstandenen Kulturlandbiotope, welche die hohe Artenvielfalt des Naturparks prägen. So sind die durch Schaf- und Ziegenbeweidung entstandenen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden Lebensraum vieler Orchideen, Enziane sowie wärme- und trockenheitsliebender Tiere. Mahdwiesen auf feuchten und nassen Standorten haben wiederum eine eigene Fauna und Flora. Die Wildkrautflora der Kalkäcker zählt zu den artenreichsten in Thüringen.

Seit der Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren, sind aber viele der Kulturlandbiotope im Naturpark in ihrem Fortbestand stark gefährdet und mit diesen auch ihre charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Fehlende Schaf- und Ziegenbeweidung lässt die einstmals artenreichen Magerrasen verbuschen und wiederbewalden. Düngung und Güllegaben haben aus blütenreichen bunten Mähwiesen vielfach ein artenarmes Einheitsgrünland geschaffen, in welchem nur noch der Löwenzahn für Farbtupfer sorgt. Herbizide reduzieren die Ackerwildkräuter und die praktizierte Feldrandhygiene gibt diesen Arten zudem keine Rückzugsmöglichkeiten.

Zur Aufgabe des Naturparks gehört es, diesen negativen Trend zu stoppen und die Reste der einstmals reichen Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Lebensräumen und Arten zu erhalten. Das geht aber nur gemeinsam mit den im Naturpark lebenden Menschen, vor allem den hier agierenden Landwirten und Landnutzern. Nur so  können wir unser „Schatzkäschen“ der Natur im Nordwesten Thüringens auch für unsere Kinder und Enkel reich gefüllt halten.

Text: Arne Willenberg, Sachbearbeiter Arten- und Biotopschutz im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Fotos: Arne Willenberg, Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) und Sumpfschrecke (Stethophyma grossum)

Die Sumpfschrecken brauchen Feucht- und Nasswiesen, welche in der Vergangenheit vielfach trockengelegt wurden. Heute sind diese Lebensräume zudem oft durch Nutzungsaufgabe bedroht. Die schöne Heuschrecke ist deshalb in Thüringen gefährdet.

Das unter Naturschutz stehende Sumpfherzblatt ist in Thüringen stark gefährdet. Auch im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal ist die Pflanze nur noch sehr selten zu finden, da sumpfige Wiesen, Quellfluren und Flachmoore als Lebensräume vielfach Opfer der intensiven Landwirtschaft wurden.

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Gefährdete Schönheit – Die Orchidee des Jahres 2020 im Naturpark

Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal bezaubert durch seine Vielfalt an Landschaftsformen. Das Obereichsfeld im Norden, das große Waldgebiet des Hainichs, dessen Vorländer und das Werratal mit seinen Auen und steilen Talhängen bieten einer reichen Flora Heimat. Generationen von Botanikern und Pflanzenliebhabern haben in diesen Landschaften ihre Passionen und Forschungen ausgeübt, angelockt auch durch das Vorkommen der Orchideen. Heute kommen noch etwa 30 Arten dieser „Edelsteine der Pflanzenwelt“ im Naturpark vor. In früheren Jahrzehnten gab es aber weit mehr. Die landwirtschaftlichen und auch forstwirtschaftlichen Nutzungsformen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts schufen mannigfaltige Lebensräume nicht zuletzt auch für Orchideen, wie Magerrasen, Wiesen unterschiedlicher Feuchtegrade, aufgelichtete Hute- und Niederwälder. Mit der Intensivierung der Landnutzung im 20. Jahrhundert und der Aufgabe bestimmter Nutzungsformen in den vergangenen 30 Jahren, sind auch im Naturpark viele Lebensräume und mit ihnen die Orchideen verschwunden. Manche der Orchideenarten galten auch in den vergangenen Jahrhunderten schon als selten und kostbar. Andere dagegen waren so häufig, dass in den historischen botanischen Aufzeichnungen nur allgemeine Angaben zum Vorkommen gemacht wurden. So steht in der in Mühlhausen 1873 herausgegebenen „Flora von Nordwest-Thüringen“, also einem Werk, das die Landschaften unseres heutigen Naturparks betrachtete, zum Breitblättrigen Knabenkraut vermerkt: „Auf feuchten Wiesen allgemein verbreitet.“ Auch der Eichsfelder Botaniker Ludwig Schunk bezeichnet noch in den 1960er Jahren, diese Pflanze als „…die auf dem Eichsfeld am häufigsten vorkommende Orchidee…“. Seit dem hat sich die Situation für das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) nicht nur im Eichsfeld sondern im gesamten Naturpark dramatisch verändert. In den Zeiten der DDR wurden die bis dahin nur extensiv bewirtschafteten Feucht- und Nasswiesen, welche die wichtigsten Lebensräume für diese Orchidee darstellen, trockengelegt und zudem oft in Äcker oder Intensivweiden umgewandelt. Der Rückgang dieser einst häufigen Wiesenorchidee ist so rasant, dass man die noch vorhandenen Standorte im Naturpark an zwei Händen abzählen kann. Auch wenn heute Feucht- und Nasswiesen als gesetzlich geschützte Biotope gelten, ist damit der Rückgang des Breitblättrigen Knabenkrauts keinesfalls gestoppt. Denn es fehlt vielfach an einer Nutzung oder adäquaten Pflege der Feuchtwiesen. Fehlende regelmäßige Mahd führt vielerorts zum Verbrachen der Wiesen. Beschleunigt werden diese Prozesse noch durch den enormen Stickstoffeintrag aus der Industrie und Landwirtschaft über die Luft. Die sich dadurch ausbreitenden Staudenfluren und Stickstoff liebenden Pflanzen, führen zur Verdrängung der empfindlichen Orchideen.

Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal unterstützt den Schutz gefährdeter Kulturlandbiotope und ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Dazu bedarf es aber Landwirten, welche die Bewirtschaftung dem Erhalt der Biotope anpassen. Nur in der Umsetzung des Naturparkslogans „Mensch und Natur gehören zusammen“, kann die Orchidee des Jahres 2020 im Naturpark und darüber hinaus erhalten werden.

Breitblättriges Knabenkraut

 

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Kooperationsvertrag zwischen Regelschule Mihla und Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal erneuert - neue Naturparkleiterin besucht Regelschule Mihla und stellt sich den Umweltschülern vor

 

Mihla/Fürstenhagen (Der Termin fand am 28.02.20 statt.)

Zwischen dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und der Regelschule Mihla besteht seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft. 2011 wurde diese auch mit einem Kooperationsvertrag besiegelt. „Im Naturpark sind wir mit allen Ideen im Umweltbereich immer auf offene Ohren gestoßen und auf hilfreiche Hände. Danke für die Unterstützung in all den Jahren!“ resümiert die Lehrerin Susanne Merten bei diesem Treffen.

Nachdem die neue Naturparkleiterin, Claudia Wilhelm, ihren Dienst begonnen hat, zeigt sie sich interessiert daran, die Partnerschulen des Naturparks zu besuchen und vor Ort über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu beraten. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin für Umweltbildung, Sibylle Wagner, fand das 1. Treffen im März in der Regelschule Mihla statt.

„Mein Ziel ist es, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich für ihre Region engagieren und Verantwortung übernehmen. Naturparke bieten als außerschulischer Lernort ideale Voraussetzungen biologische Vielfalt, Natur und Landschaft, Kultur und Handwerk – kurzum, das, was Heimat ausmacht kennenzulernen.“ berichtet Wilhelm.

Im Gepäck hatten die Beiden einen neuen Kooperationsvertrag, den Schulleiter, Uwe Schwanz, gerne unterschrieb. Naturpark und Schule verfolgen darin das gemeinsame Ziel, junge Menschen an die Natur heran zu führen und für Fragen der Umweltbildung zu sensibilisieren.

Schulleiter Uwe Schwanz erklärt, wie das Thema Umwelt aktiv im Schulalltag verankert ist: „Die Regelschule Mihla besitzt einen sogenannten "Umweltrat", der sich aus jeweils 2 Schülern einer Klasse zusammensetzt, die zu Beginn eines jeden Schuljahres gewählt werden. Gemeinsam mit diesen Umweltschülern überlegen wir, welche Projekte fortgeführt werden und welche wir neu aufnehmen.“

In der Vergangenheit wurde bereits viel erlebt und umgesetzt, wie 2017 die Gestaltung des Märchenpfades unterhalb der Creuzburg, die Begegnungen mit rumänischen Schülern aus dem Rodnaer Gebirge oder die kontinuierlichen Aktivitäten mit dem Naturpark, wie GPS-Wanderungen oder die Vorstellung des Biberprojektes.

Zukünftig sollen auch Lehrer die Möglichkeit erhalten an Fortbildungen des Naturparks teilzunehmen. Regionale Produkte, gemeinsame Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung, zum Klimaschutz und zum Insektensterben sollen ebenfalls stärker in den Blick genommen werden. Für die Umweltschüler steht am Ende des Schuljahres 2020 eine Fahrt ins Naturparkzentrum in Fürstenhagen (bei Heiligenstadt) an, um dann den Verwaltungssitz aber auch die erlebnispädagogischen Angebote des Naturparks wahrzunehmen.

Schulen die Interesse an pädagogischen Programmen haben oder Naturparkschule werden wollen, wenden sich bitte an Frau Wagner unter 0361 – 57 391 5005.

 

geschrieben von Susanne Merten und Claudia Wilhelm, 06.04.2020

 

Regelschule MihlaKoopertaionsvertrag Herr Schwanz und Frau Wilhelm

 

 

 

 

 

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Nationalpark Hainich

15 neue Nationalparkführer zertifiziert

Wertvolle Verstärkung für die Umweltbildungsarbeit im Nationalpark

 

Am Freitag, den 24.01.2020, überreichte Nationalparkleiter Manfred Großmann die Zertifikate für 15 neue Nationalparkführerinnen und –führer und gratulierte herzlich. Fortan dürfen sie den Besucherinnen und Besuchern des Nationalparks ihre Umweltbildungsangebote wie Wanderungen oder thematische Exkursionen als Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/in (ZNL) anbieten. Die Übergabe der Zertifikate erfolgte im Hotel-Restaurant „Graues Schloss“ in Mihla, das langjähriger Partner des Nationalparks Hainich ist.

 

Alle Frauen und Männer hatten im Herbst 2019 an einem Ausbildungslehrgang teilgenommen, an dessen Ende eine erfolgreich absolvierte Prüfungswanderung stand. „Die Ausbildung zum ZNL hat es durchaus in sich. In 94 Unterrichtseinheiten werden von den Teilnehmenden u.a. naturwissenschaftliche, geschichtliche und rhetorische Grundlagen sowie ein Grundwissen über den Nationalpark erworben. Weitere Lehrgangsthemen sind betriebswirtschaftliche Fragen und Grundlagen zur selbstständigen Tätigkeit. Führungsdidaktik steht ebenfalls auf dem Programm. Mit dieser umfassenden Ausbildung und ihren breit gefächerten Interessenschwerpunkten sind die ZNL eine wertvolle Verstärkung unserer Umweltbildungsarbeit im Rahmen unserer MITMACHEN-Veranstaltungsangebote “, sagt Manfred Großmann.

 

Die Ausbildung wird vom Heimatbund Thüringen e.V. organisiert. Die Projektmittel entstammen dem ELER-Fonds, Programm „Entwicklung von Natur- und Landschaft“, und werden durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) kofinanziert.

 

 

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Cornelia Otto-Albers

Sachbearbeiterin

 

NationalparkführerNationalparkleiter Manfred Großmann (l.), Hans-Joachim Petzold (2.v.l.) und Thomas Pohler (r.) vom Heimatbund Thüringen e.v. mit den neuen Nationalparkführerinnen und –führern (v.l.): Claudia Beversdorff, Volker Harting, Ina Liebetrau, Isabelle Marwinski, Katrin Trautmann, Frauke Freise, Christiane Wendt, Petra Heiße, Bert Schwachheim, Karin Tomaszek, Hartmut Gliem, Matthias Kempe, Sara Beck. Nicht im Bild sind Anna Marie Pries und Saskia Nowak.  Foto: Thomas Börner

Nationalparkleiter Manfred Großmann (l.), Hans-Joachim Petzold (2.v.l.) und Thomas Pohler (r.) vom Heimatbund Thüringen e.v. mit den neuen Nationalparkführerinnen und –führern (v.l.): Claudia Beversdorff, Volker Harting, Ina Liebetrau, Isabelle Marwinski, Katrin Trautmann, Frauke Freise, Christiane Wendt, Petra Heiße, Bert Schwachheim, Karin Tomaszek, Hartmut Gliem, Matthias Kempe, Sara Beck. Nicht im Bild sind Anna Marie Pries und Saskia Nowak.

Foto: Thomas Börner

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Pressemitteilung

 

 

Johanniter-Weihnachtstrucker 2019 – Danke für Ihre Unterstützung zu unserem 26. Jubiläum!

 

Wir danken allen Schenkenden ganz herzlich für Ihr Engagement und Ihren Einsatz bei unserer diesjährigen Johanniter-Weihnachtstrucker-Aktion. Die Reise unserer Weihnachtstrucker in die Zielregion war dieses Mal durch unbefahrbare Straßen und Schneegestöber erschwert.  

Dennoch hat der Konvoi "Rumänien-Nord" seine Mission erfüllt! Über 1850 Päckchen gingen diesmal aus der Region Sachsen-Anhalt und Thüringen mit auf Reisen in die Zielregionen. Allein in Westthüringen kamen dank Ihrer sagenhaften Unterstützung 223 Pakete der Hoffnung und Dankbarkeit zusammen!

 

Schulen, KITAS, Unternehmen, Vereine und Menschen überall in Sachsen-Anhalt, Thüringen und acht weiteren Bundesländern beteiligten sich bei der Johanniter-Weihnachtstrucker- Aktion. Bundesweit erreichten wir die Anzahl von 64.440 Paketen, die auf 51 LKW´s in die Zielregionen gebracht worden sind.

Die Päckchen mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln wurden am 28. Dezember an bedürftigen Familien in Nord-Rumänien gebracht.  Für dieses Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe danken wir Ihnen im Namen der Empfänger in Cluj, Bistiz, Vatra Dornei, Targu Mures, Zalau und Iasi sehr herzlich!

Sie haben mit Ihrem Engagement für unsere Aktion dazu beigetragen, dass wenigstens über die Feiertage die schlimmste Not dieser Menschen ein wenig gelindert wurde und den Kindern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert werden konnte.

 

Detaillierte Eindrücke von den Stationen der Reise finden Sie auf facebook und auf der Internetseite. Diese finden Sie unter facebook.com/JohanniterWeihnachtstrucker und unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker.

Wir danken Ihnen persönlich für Ihre großartige Unterstützung beim Zusammentragen, Packen, Basteln, Malen und Schenken!

Wir hoffen, dass Sie unsere Aktion auch in diesem Jahr wieder unterstützen werden!

 

 

Ihre Johanniter!

 

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PRESSEMITTEILUNG

16.01.2020

Vorstellung der Jahresbilanz 2019

Klimawandel wird sichtbar und stellt Forschung und Umweltbildung vor große Herausforderungen

 

Ende 2019 ist der Nationalpark Hainich 22 Jahre alt geworden. Ähnlich wie in den Vorjahren konnten zahlreiche Projekte und Maßnahmen erfolgreich realisiert, Besuchern der Nationalpark näher gebracht und für die Welterberegion Wartburg Hainich geworben werden. Das vergangene Jahr war aber in einer Hinsicht ein Besonderes: Der Klimawandel ist im Nationalpark augenfällig angekommen, mit noch unabsehbaren Auswirkungen auf seine Arten und Lebensräume.

 

Absterbende Fichtenbestände waren in den letzten Jahren in vielen Landesteilen ein fast gewohnter Anblick. Dass aber auch Buchen vertrocknen und absterben, war 2019 ein ganz neues Phänomen. Die Kombination von Trockenheit, hohen Temperaturen, permanenter Sonneneinstrahlung und seit Jahren sinkender Bodenfeuchte hat sie an ihre Grenzen gebracht. Ab Ende Mai 2019 waren im Nationalpark die Folgen des Extremjahres 2018 selbst in naturnahen Waldbeständen deutlich sichtbar, insbesondere auf südwestexponierten und besonders flachgründigen Standorten. Auf 5 % der Waldfläche des Nationalparks war zirka ein Drittel des Bestandes alter Buchen komplett kahl. Der Rest der Buchen wies große Ausfälle in den Kronen auf und hatte eine nur spärliche Belaubung mit z.T. sehr kleinen Blättern. Nur wenige Buchen waren normal belaubt.

 

Sehr schnell war klar, dass diese Situation eine besondere Herausforderung für die Forschung im Nationalpark darstellt. Bereits Anfang Juli 2019 wurden mit Hilfe von Drohnen und einem Kleinflugzeug Luftbilder der Waldbestände erstellt. Im November gab es einen Forschungs-Workshop mit ca. 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu den Auswirkungen des Klimawandels im Hainich, wo über dringliche Forschungsfragen und Projekte diskutiert wurde. Im Nationalpark Hainich ist davon auszugehen, dass sich der Wald zumindest auf bestimmten Standorten in sehr kurzer Zeit sehr deutlich verändern wird. Das ist eine Entwicklung, die noch Anfang 2019 als unwahrscheinlich eingestuft worden wäre. Die sich aufdrängende Frage ist, ob – wie es die Klimaprognosen sagen – Extremjahre wie 2018 und 2019 in Zukunft zum Normalfall werden. Dies hätte noch kaum abzuschätzende Auswirkungen auf unser heutiges Waldbild und unterstreicht die immensen Gefahren des ungebremsten Klimawandels in höchst alarmierender Art und Weise.

 

Im Rahmen ihres Forschungsauftrages wird die Nationalparkverwaltung 2020 versuchen, den aktuellen Zustand der Waldbestände und die weitere Entwicklung möglichst umfassend zu dokumentieren. Mit seinen zirka 30 vorkommenden heimischen Baumarten und dem Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ ist der Hainich ein ideales Untersuchungsgebiet für die Frage, welche Laubbaumarten mit den neuen Gegebenheiten am besten zurechtkommen und wie die Natur mit dieser Entwicklung umgeht. Bereits Ende Mai 2020 steht der nächste Forschungs-Workshop an. Dann wird sich nach dem Laubaustrieb zeigen, welche Spuren die beiden vergangenen Jahre in den Beständen hinterlassen haben. Auch in der Umweltbildung wird 2020 der Klimawandel noch mehr in den Fokus gerückt.

 

Als weitere wichtige Ereignisse 2019 sind zu nennen:

 

  • Die Nationalparkwacht hat sich durch die Einstellung neuer Kollegen weiter verjüngt

 

  • Im April wurde der barrierefreie „Pfad der Begegnung“ im Brunstal feierlich eröffnet

 

  • Ebenfalls im April wurde die Wildkatzenscheune in Hütscheroda in überarbeiteter und inhaltlich um den Luchs ergänzter Form der Öffentlichkeit übergeben; Anfang September konnten dann zwei Luchse in das neue Freigehege einziehen

 

  • Anfang Mai war der Hainich-Botschafter Andreas Kieling zu Besuch im Nationalpark und führte unsere Juniorranger

 

  • Am 25. Juni, unserem Welterbe-Geburtstag, wurde der zweite Thüringer Urwaldpfad im Nationalpark Hainich eröffnet, d.h. ein Wanderweg hat dieses Prädikat bekommen

 

  • Im Rahmen eines Projektes „Green Cut“ filmten Schüler aus Mühlhausen die biologische Vielfalt im Hainich

 

  • Im Oktober fand in Bad Langensalza die Tagung „Alte Buchenwälder“ mit 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland statt

 

  • Zum Jahresende wurde die 100.000. Besucherin in der Nationalpark-Information Harsberg begrüßt

 

  • Neue Wanderbuslinien haben das ÖPNV-Angebot rings um den Hainich verbessert

 

  • Ende 2019 wurden die Feldarbeiten beim Schwarzwild-Forschungsprojekt abgeschlossen; die Auswertung soll u.a. Aufschluss über die Interaktionen zwischen Nationalpark und Umfeld geben

 

  • Weiter in Bearbeitung ist der neue Nationalparkplan. Im Vorgriff darauf wurden Büsche und Sträucher entfernt, um die Beweidung auf 10 % der Nationalparkfläche zu sichern. Damit soll der Beitrag des Nationalparks zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gesichert werden

 

  • Die 3. Waldinventur hat begonnen und wird Aufschluss darüber geben, wie weit der Hainich auf seinem Weg zum „Urwald mitten in Deutschland“ vorangeschritten ist (im Rahmen der Waldinventur werden alle zehn Jahre auf festgelegten Flächen Bäume und Strukturen erfasst)

 

2020 sollen zwei große Bauprojekte fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben werden:

 

  • Der barrierefreie Wanderweg „Waldpromenade“ an der Thiemsburg (Zielstellung ist eine Eröffnung am 25. Juni 2020)

 

  • Erlebnis-Spielgelände „Im Reich des Fagati“ an der Thiemsburg (Fertigstellung für Herbst 2020 angestrebt)

 

Die 2019 begonnene Erneuerung und Erweiterung der Beschilderung wird auch 2020 fortgesetzt. So werden an der Fuchsfarm, am Wartburgblick sowie an der Aussichtsplattform Schlehenblick neue Infotafeln aufgestellt.

 

Einige Zahlen:

  • Besucherzahlen gesamt:  315.000  (2018: 330.000)
  • Besucher am Baumkronenpfad:  150.000  (2018: 162.300)
  • Besucher Wildkatzendorf:  27.400  (2018: 29.500)
  • Führungen, Vorträge, Eröffnungen, Veranstaltungen mit insgesamt  10.400 Teilnehmern und Besuchern, davon allein 4.450 Schüler bei Führungen
  • Fast 3.000 Fans auf facebook und fast 1.200 Follower auf Instagram

 

Es sind bisher nur wenige Prozent der Waldfläche des Nationalparks von starken Blattverlusten bis hin zum Totalausfall gerade bei älteren Buchen betroffen. Und es ist für einen Nationalpark ohne Forstwirtschaft und dem Motto „Natur Natur sein lassen“ grundsätzlich kein Problem, wenn Einzelbäume oder sogar ganze Bestände absterben. „Aber“, so Nationalparkleiter Manfred Großmann, „2019 hat deutlich gezeigt, dass auch ein strenges Schutzgebiet wie der Nationalpark Hainich den gravierenden Auswirkungen von außen ausgesetzt ist, sei es beim Klimawandel oder beim Insektensterben. Das sollte für uns alle zugleich Mahnung und Aufforderung sein, den umfassenden Schutz unserer Lebensgrundlagen für uns und nachfolgende Generationen zu gewährleisten.“

 

 

 

Cornelia Otto-Albers

Pressesprecherin

Der Klimawandel hat den Bäumen in steileren Lagen des Nationalparks stark zugesetzt, hier der Burgberg auf der Westseite des Nationalparks am 26.06.2019. Foto Nationalparkverwaltung

 

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Veranstaltungsprogramm MITMACHEN

 09.01.2020

123 Veranstaltungen locken in den Nationalpark Hainich

MITMACHEN bei geführten Themenwanderungen, Forschertagen, Kinderveranstaltungen, meditative Exkursionen und vielem mehr

Pünktlich zum Jahresbeginn gibt es auch im Jahr 2020 das MITMACHEN-Veranstaltungsprogramm des Nationalparks Hainich. Der Name ist in diesem Fall tatsächlich Programm: Ob bei einer Tierspurenwanderung als Urwald-Detektiv, bei einer Märchenwanderung auf dem Feensteig, bei einer Nachtwanderung oder auch einer thematischen Exkursion über Pilze, Vögel, Bäume, Frühblüher und Sukzession, jeder kann bei insgesamt 123 größtenteils kostenlos angebotenen Veranstaltungen das Richtige finden und – MITMACHEN.

„Die thematische Bandbreite ist in unserem MITMACHEN- Veranstaltungsprogramm 2020 ganz besonders groß. Alt und Jung, Groß und Klein - für jedermann sind spannende Angebote enthalten. Was mich alljährlich besonders freut: Bis auf die üblichen Eintrittspreise und Unkostenbeiträge für Materialien und Imbiss sind die Veranstaltungen kostenlos. Für ihren Einsatz gilt ein besonderer Dank unseren ehrenamtlichen Nationalparkführerinnen und Nationalparkführern“, betont Nationalparkleiter Manfred Großmann. Seite 2

In diesem Jahr ziert eine Luchsfamilie die Titelseite des Faltblattes, eine Raubkatze, die auch im Hainich langsam wieder heimisch wird. Wie um dies noch einmal zu unterstreichen, wurde genau am 22. Geburtstag des Nationalparks, am 31.12.2019, ein vom Luchs getötetes Reh an der Nordgrenze des Nationalparks entdeckt.

Ab sofort ist die gedruckte Version des Programms kostenlos in den Nationalpark-Infostellen und vielen touristischen Einrichtungen der Welterberegion erhältlich. Das MITMACHEN ist als Übersichtskalender gestaltet und enthält außer den Veranstaltungen auch noch entsprechende Kontaktadressen, wie die der Infostellen und des Baumkronenpfades, sowie die Öffnungszeiten der Umweltbildungsstation. Die wichtigsten Informationen wie Treffpunkt, Uhrzeit oder Dauer einer Veranstaltung, aber auch, ob eine Gebühr erhoben wird oder eine Anmeldung notwendig ist, sind auf dem ersten Blick zu erkennen, ausführlichere Informationen kann man der Internetseite unter www.nationalpark-hainich.de zu entnehmen. Hier ermöglicht eine Verknüpfung mit der interaktiven Wanderkarte jedem Besucher, seine Anreise zum jeweiligen Wanderparkplatz individuell zu berechnen.

Wer darüber hinaus noch Fragen zu einzelnen Veranstaltungen hat, kann sich gerne bei der Nationalparkverwaltung unter 0361/57 391 4000 informieren.

Cornelia Otto-Albers Pressesprecherin

Mitmachen

 

 

PRESSEMITTEILUNG

 

Neuer Urlaubsplaner der Welterberegion Wartburg Hainich bietet Inspiration

 

Die Welterberegion Wartburg Hainich erfreut sich jährlich steigender Beliebtheit, wie die Übernachtungszahlen belegen. Um auch im nächsten Jahr wieder Besucher für die Region begeistern zu können, haben bereits die Vorbereitungen für die kommende Saison begonnen und der neue Urlaubsplaner 2020 liegt nun frisch gedruckt vor.

 

Weberstedt (Dezember 2019).

Mit der neuen Auflage des Gastgeberverzeichnisses soll an die vergangenen Erfolge angeknüpft und die kommende Saison optimal eingeläutet werden. So erscheint der Urlaubsplaner bereits zum siebten Mal als Kooperationsprojekt des Welterberegion Wartburg Hainich e.V. und den Touristinformationen Bad Langensalza und Mühlhausen und lädt zum Planen sowie Schmökern ein.

 

Die Welterberegion Wartburg Hainich besticht durch ihre außergewöhnliche Vielfalt – und das auch bei den Unterkunftsangeboten. Egal, ob Ferienwohnungen, Hotels, familiengeführte Pensionen oder Campingplätze – für jeden Gast ist hier das Passende dabei. Im Urlaubsplaner erhalten die Leser Einblicke in über 130 Unterkünfte und touristische Attraktion und können sich Inspiration holen, um ihre kommende Reise zu planen. Dabei ist es egal, ob Besucher in der Natur aktiv sein wollen, mit dem Fahrrad durch die Region radeln, die kulturellen Höhepunkte der Region erkunden oder sich in Sternehotels und Restaurants verwöhnen lassen möchten, denn hier stehen die Bedürfnisse des Gastes an erster Stelle. 

Ein wichtiger Bestandteil im kommenden Heft ist Johann Sebastian Bach, der das Musikland Thüringen und vor allem die Welterberegion Wartburg Hainich in Mühlhausen und Eisenach entscheidend prägte. Im Planer werden dem Gast viele neue Attraktionen vorgestellt, die nun in der Welterberegion erlebbar sind.

 

Durch aussagekräftige Beschreibungstexte und eine leicht verständliche Symbolik erfahren sowohl Besucher als auch Einheimische auf einen Blick, welches Serviceangebot der touristischen Dienstleister sie in der Region erwartet. So erhalten die Leser interessante und wissenswerte Informationen zu den Ausflugszielen, die das Urlaubsangebot perfekt abrunden.

 

Ab sofort ist der Urlaubsplaner kostenfrei in der Geschäftsstelle des Tourismusverbandes, den Touristinformationen der Welterberegion sowie den Sehenswürdigkeiten in Thüringen erhältlich. Vor allem aber kommt er in den nächsten Monaten bei Messen und Veranstaltungen in ganz Deutschland zum Einsatz und wird dort präsentiert. Interessierte können sich das Gastgeberverzeichnis natürlich auch auf postalischem Weg schicken lassen oder es ganz bequem via Computer oder Tablet als Blätterkatalog unter www.kultur-liebt-natur.de, www.muehlhausen.de und www.badlangensalza.de ansehen. Bestellungen nimmt der Verband gerne entgegen.

Bilder: Welterberegion Wartburg Hainich e.V. (honorarfrei bei Nennung des Fotoautors und ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung).

Nina Spitzhüttl

v.l. Nina Spitzhüttl (Qualitätsmanagement/Marketing im Welterberegion Wartburg Hainich e.V.) Astrid Lehmann (Leiterin Touristinformation Bad Langensalza) und Nancy Krug (Leiterin Tourist Information Mühlhausen) präsentieren den neuen Urlaubsplaner der Welterberegion Wartburg Hainich

 

 

Weitere Fragen beantworten wir gerne unter:

Welterberegion Wartburg Hainich e.V.

Am Schloß 2

99947 Weberstedt

 

Telefon: (03 60 22) 98 08 36

www.welterbe-wartburg-hainich.de

 

Cover

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PRESSEMITTEILUNG

 

Datum: 15.11.2019

 

 

Ablesung der Erdgas-, Wasser- und Stromzähler.

 

Vom 2. bis zum 30. Dezember 2019 findet die Ablesung der Zählerstände statt. Die Jahresablesung wird im Auftrag der EW Eichsfeldgas GmbH, der vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld beauftragten EW Wasser GmbH sowie der Stadtwerke Heilbad Heiligenstadt GmbH vorgenommen. Das Ablesen des Stromzählers erfolgt lediglich in Heilbad Heiligenstadt sowie den Ortsteilen Flinsberg, Günterode, Kalteneber und Rengelrode.

 

Es wird darum gebeten, dass alle Kunden die Messeinrichtungen zugänglich halten. Die Zählerableser können sich dabei mit einem Ausweis legitimieren. Sie sind nicht berechtigt, Bargeld zu kassieren.

 

Kunden, die während des gesamten Zeitraums nicht zu Hause sind, werden gebeten, die entsprechenden Zählerstände selbst abzulesen und der EW Eichsfeldgas, EW Wasser bzw. den Stadtwerken Heilbad Heiligenstadt schriftlich per E-Mail, Fax oder Post mit Angabe des Ablesedatums mitzuteilen. Auf den jeweiligen Internetseiten – www.eichsfeldwerke.de und www.stadtwerke-heiligenstadt.de – können die Zählerstände auch direkt online übermittelt werden.

 

Bei Fragen stehen die Mitarbeiter gern zur Verfügung.

 

 

Kontakt:

 

EW Eichsfeldgas GmbH

Worbis, Hausener Weg 32

37339 Leinefelde-Worbis

Email:      

Telefon:     036074 384-34 / -18

Fax:          036074 384-66

 

Zweckverband Wasserversorgung und

Abwasserentsorgung Obereichsfeld

Betriebsführung durch:

EW Wasser GmbH

Philipp-Reis-Straße 2

37308 Heilbad Heiligenstadt

Email:      

Telefon:     03606 655-163

Fax:          03606 655-162

 

Stadtwerke Heilbad Heiligenstadt GmbH

Schlachthofstraße 8

37308 Heilbad Heiligenstadt

Email:      

Telefon:     03606 526-110

Fax:          03606 526-200

 

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Pressemiteilung

Verwaltung Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

 

Nummer                                                                                         Datum

19/2019                                                                                           05.11.2019

 

 

Umweltstaatssekretär Olaf Möller begrüßt Claudia Wilhelm als neue Leiterin des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal

 

Möller: „Erfahrene Naturschützerin, die in der Region fest verwurzelt ist.“

 

Thüringens Umweltstaatssekretär Olaf Möller hat heute Claudia Wilhelm als neue Leiterin des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal begrüßt und sie offiziell den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Naturparks vorgestellt.

 

„Mit Frau Wilhelm konnten wir eine erfahrene Naturschützerin gewinnen, die in der Region fest verwurzelt ist. Ich freue mich sehr, dass sie ihre Ideen und Energie jetzt für den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal einsetzt und für die Menschen vor Ort ein offenes Ohr haben wird“, sagte Möller heute in Fürstenhagen.

 

Die bisherige Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH zu der das 2012 gegründete Wildkatzendorf Hütscheroda und die Natura 2000-Station „Unstrut-Hainich/Eichsfeld“ gehören, hat ihre Stelle offiziell am 1. November angetreten und folgt damit dem langjährigen Naturparkleiter Dr. Johannes Hager, der in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde.

 

„Ich freue mich über einen neuen Lebensabschnitt! Es ist für mich ein wahres Geschenk, was ich in den Händen halte. Zu Beginn wünsche ich mir in Fürstenhagen anzukommen und als Naturparkfamilie zusammenzuwachsen. Ich würde mir untreu werden, wenn ich fertige Zielsetzungen äußern würde, denn der Naturpark lebt von seinen Menschen. Sie, die von ihnen geprägte Kulturlandschaft und die facettenreiche Naturkulisse machen den Naturpark für mich besonders lebenswert. Ich möchte mich stark machen, dass meine liebenswerte Heimat auch die meiner Kinder sein kann!“ so Claudia Wilhelm.

 

Claudia Wilhelm wurde in Mühlhausen geboren und lebt seit dem 14. Lebensjahr im Werratal – in Falken. Sie ist Diplom-Forstingenieurin und absolvierte erfolgreich das Masterstudium „Umwelt und Bildung“. Als selbständige Umweltpädagogin war sie u.a. an der Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“ auf dem Harsberg/Lauterbach tätig und ist seit vielen Jahren aktives Mitglied im (Förder-)Verein der Freunde des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratals und des Nationalparks Hainich e.V.

 

Hintergrund:

 

Der Naturpark Eichsfeld –Hainich –Werratal gehört zum Geschäftsbereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Er zieht sich entlang der der Ländergrenze Hessen –Thüringen und ist Teil der Landkreise Eichsfeld, Unstrut-Hainich-Kreis und Wartburgkreis. 1990 gegründet umfasst er eine Fläche von 858 km². Der Nationalpark Hainich ist räumlicher Bestandteil des Naturparks.

Drei sehr unterschiedliche Landschaften prägen die Region: vom Eichsfeld im Norden mit ausgedehnten Muschelkalkplateaus mit Tälern und Abbruchkanten, über die wilden Buchenwälder des Hainichs bis hin zum Gebiet der Werra mit Auenlandschaften im Südwesten. Neben den Buchen gehören die Eibe und zahlreiche Orchideenarten sowie die Gelbbauchunke und die Wildkatze zu den besonderen Arten der Region.  Auch rund 100km des Nationalen Naturmonuments Grünes Band sind Teil des Naturparks.

Weitere Informationen zum Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal erhalten Sie unter: https://www.naturpark-ehw.de/

 

 

Rückfragen:         Claudia Wilhelm, Leiterin Naturparkverwaltung, Tel.: 0361 / 57391 5001

                                                         Uwe Müller, Naturparkverwaltung, Tel.: 0361 / 57391 5646

 

Claudia Wilhelm

Presseinformation

Weberstedt, 12.11.2019

Weihnachtszauber in der Welterberegion Wartburg Hainich erleben

Zwischen Wartburg und Hainich verschönern zahlreiche Veranstaltungen die Vorweihnachtszeit

Die Tage sind kürzer und die Kälte hat Einzug gehalten – alles kündet von der bald beginnenden Adventszeit, die sich bestens eignet, um heimelige Stunden mit den Lieben zu verbringen. Die Welterberegion Wartburg Hainich wartet dafür mit einem vielfältigen Angebot auf, um den Winter vor Ort voll auszukosten und das Jahr – je nach Geschmack – aktiv, kulturell, kulinarisch oder ganz entspannt ausklingen zu lassen.

In der Weihnachtszeit stehen natürlich vor allem Aktivitäten für Kinder hoch im Kurs. Eine tolle Tradition wird seit einigen Jahren am sogenannten Nikolausturm in Thamsbrück gepflegt. In dem ehemaligen Bergfried soll seit 1815 der Nikolaus wohnen – die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule Thamsbrück führen am 6. Dezember vor Ort ihr kleines Programm auf, um den Nikolaus mit Gesang und Gedichten aus seinem Schlaf zu erwecken.

Aktive kommen bei der Adventswanderung am 15. Dezember im Nationalpark Hainich auf ihre Kosten. Zusammen mit den Rangern erkunden sie den Sperbersgrund und lernen die winterliche Landschaft kennen. Am gemütlichen Lagerfeuer lässt man die Wanderung am Abend mit leckerem Stockbrot gemeinsam ausklingen.

Da weihnachtliche Melodien in der Adventszeit unverzichtbar sind, können sich Musikfreunde auf ein großes Angebot an Konzerten freuen. Während in Bad Tennstedt und Bad Langensalza klassische Weihnachtskonzerte auf dem Programm stehen, kann man in Eisenach auch modernen Interpretationen lauschen. Mit den „Swinging Christmas Melodies“ begeistern Otto Sauter & Ten of the Best auf der Wartburg mit raffiniert bearbeiteten klassischen Werken genauso wie mit swingenden Balladen.

Ein Konzertbesuch lässt sich gut mit einem Bummel über einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte der Region verbinden. So versetzt der historische Weihnachtsmarkt im Advent auf der Wartburg seine Besucher seit jeher in die Welt des historischen Handels und schon fast vergessener Handwerkskünste.

Burgflair bietet auch der Weihnachtsmarkt auf der Creuzburg. Dort unterhalten Musiker, Gaukler und Feuerkünstler die großen Besucher und ein Märchenerzähler versorgt die kleinen Gäste.

In Bad Langensalza findet am 1. Advent wieder der Pfefferkuchenmarkt statt. Ergänzend zum regen Treiben an den Markständen lädt im Schlösschenpark eine ca. 300m2 große Eisfläche Jung und Alt zum Schlittschuhlaufen ein. Eine tolle Idee für die ganze Familie – Eislaufen unter freiem Himmel.

 

Am 3. Adventswochenende lädt auch der Mühlhäuser Weihnachtsmarkt dazu ein, die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen zu genießen. Bei regionalen Köstlichkeiten, Konzerten und Theateraufführungen kann sich die ganze Familie auf die Weihnachtszeit einstimmen.

Für die Entspannung in der Vorweihnachtszeit sorgen vielfältige Wellnessangebote der Friederiken Therme in Bad Langensalza sowie der Thüringentherme in Mühlhausen. Genießen Sie die kalte Jahreszeit mit einem wohltuenden Saunabesuch oder gönnen Sie sich selbst etwas Gutes bei einer entspannenden Wellnessbehandlung.

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Interessierte auf der Webseite der Welterberegion Wartburg Hainich unter www.welterbe-wartburg-hainich.de

Bild: Welterberegion Wartburg Hainich e.V. (honorarfrei bei Nennung des Fotoautors und ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung).

Foto (1): Weihnachtszauber in der Welterberegion Wartburg Hainich erleben

 

Ansprechpartner:

Welterberegion Wartburg Hainich e.V.

Nina Spitzhüttl                                                                                    Tel: 03 60 22 - 98 08 36

Am Schloss 2                                                                 Mail:

99947 Weberstedt                                                                              www.welterbe-wartburg-hainich.de

 

Weihnachtszauber in der Welterberegion

 

 

Pressemitteilung

 Burg Creuzburg im Fledermausfieber

Herzliche Einladung zur Batnight

Erfurt / Creuzburg • 18. Juli 2019 •

Am 7. September findet auf der Burg Creuzburg bei Creuzburg im Wartburgkreis eine einzigartige Fledermausnacht im Rahmen der European Bat Night statt. Diese Bat Nights bringen Menschen in zahlreichen Städten in ganz Europa Fledermäuse näher und werben für den Schutz dieser interessanten und nützlichen Säugetiere.

Der Abend auf der Creuzburg wartet mit zahlreichen Highlights auf. Den Anfang machen die Fledermausexperten der Stiftung FLEDERMAUS und der Interessengemeinschaft Vogel- und Fledermausschutz und Forschung Eisenach e.V. Diese beantworten alle Fragen rund um die Themen Fledermäuse und Fledermausschutz. Danach gibt es eine kurze Begrüßung und eine kleine, feine aber noch streng geheime Überraschung.

Im Anschluss zeigt der lokale Fledermausschützer Alexander Claußen von der Interessengemeinschaft Vogel- und Fledermausschutz und Forschung Eisenach e.V., was der Wartburgkreis an spannenden Fledermaus-Projekten zu bieten hat. Zum krönenden Abschluss wird ein Fledermaus-Netzfang umgesetzt – Zuschauer können so Fledermausforschung und -bestimmung live miterleben. Ein Rundgang mit akustischen Fledermausdetektoren rundet das fledermäusliche Programm ab.

Umrahmt wird die Bat Night nicht nur von der malerischen Kulisse der Burg Creuzburg, sondern auch von Mitmach-Aktionen für Kinder und Jugendliche, zahlreichen Informationsmedien rund um die Welt der Fledermäuse und einem kleinen Imbiss-Angebot.

Alle Interessierten sowie Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Die Bat Night auf der Burg Creuzburg ist eine gemeinsame Aktion der Stiftung FLEDERMAUS, der Natura-2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld, der Sonderaufgabe Fledermausschutz des Natura-2000-Netzwerks in Thüringen sowie der Interessengemeinschaft Vogel- und Fledermausschutz und Forschung Eisenach e.V. Die Stiftung FLEDERMAUS handelt dabei im Rahmen der Aufgaben, welche sie für das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz im Auftrag der Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Thüringen (FMKOO) wahrnimmt.

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Christoph Große

Stiftung FLEDERMAUS

Schmidtstedter Straße 30a

99084 Erfurt

Fon: +49 (0)361 265598 16

 

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Heimatverein Mihla gibt auch für 2020 einen Kalender heraus

Sichern Sie sich den Kalender durch eine rasche Vorbestellung!

 

 

Seit mehreren Jahren gibt der Heimatverein Mihla einen Kalender mit Mihlaer Ansichten heraus. Der Kalender erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit.

Auch für 2020 wird ein solcher Kalender vorbereitet. Zur Ansicht gebracht werden Aufnahmen wichtiger Gebäude und Plätze, darunter auch einige Luftbilder, aber auch von Vereinen, der Kirmes und anderen Ereignissen.

Die Bilder sind auch in diesem Jahr mit einem kurzen Erklärungstext versehen und das Kalendarium nimmt Bezug zu Ereignissen im Ort wie der Kirmes oder dem Weihnachtsmarkt.

Sichern Sie sich den neuen Mihlaer Heimatkalender schon jetzt durch eine Vorbestellung zum Preis von 10 Euro. Bestellungen können gern im Rathaus abgegeben werden.

Kalender 2020Kalender 2020

         

Hiermit bestelle ich ……… Exemplare des Mihlaer Heimatkalenders 2020 zum Preis von je 10.00€.

 

Meine Anschrift:

 

Name:                                                                  Straße:

 

Ort:

 

Bitte im Rathaus Mihla abgeben oder anrufen!

- Heimatverein Mihla -

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Pressemitteilung: 20 Jahre Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich

Auch 2019 wieder Verstärkung für das Umweltbildungsteam

 

Am 12. Juli 2019 besuchten der Filialleiter der Commerzbankfiliale in Mühlhausen, Stefan Koch, und der Filialleiter aus Eisenach, Michael Waitz, die Nationalparkverwaltung in Bad Langensalza. Anlass für diesen Besuch war die Vorstellung der Commerzbank-Umweltpraktikanten Silvan Schmieg und Sophie Büchner. Rüdiger Biehl, Stellvertretender Nationalparkleiter, betonte den enormen Wert des Commerzbank-Umweltpraktikums für die erfolgreiche Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich. Aufgrund der großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten schon lange ein fester Bestandteil des Umweltbildungsteams. Bereits seit 20 Jahren ist der Nationalpark Projektpartner des Umweltpraktikums, das bundesweit an 27 Standorten angeboten wird.

 

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikanten Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise. So auch bei den derzeitigen Commerzbank-Umweltpraktikanten:

Die gebürtige Berlinerin Sophie Büchner studiert Naturschutz und Landnutzungsplanung an der Hochschule Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Sie hat ihr fünfmonatiges Pflichtpraktikum bereits im Sachgebiet Naturschutz und Forschung der Nationalparkverwaltung absolviert und dabei den Hainich schätzen  gelernt. Die 23-Jährige ist außerdem seit fünf Jahren ehrenamtlich in der Umweltbildung tätig und möchte das Umweltpraktikum im Hainich nutzen, um ihre Kenntnisse in diesem Bereich zu erweitern und besonders Erfahrungen im Bereich der Umweltbildung mit Kindern zu sammeln.

Silvan Schmieg (23) studiert in Berlin Geographie. Seit seiner Kindheit bewegt ihn eine starke Faszination für die Natur. Diese konnte er zunächst als Jugendgruppenleiter in der Pfadfinderbewegung ausleben, jetzt gibt ihm auch sein Studium die Möglichkeit dieses Interesse wissenschaftlich zu vertiefen. Das Praktikum im Nationalpark Hainich verbindet diese zwei Ansätze miteinander: In der Umweltbildung kann er Kindern und Jugendlichen fachliches Interesse vermitteln sowie in ihnen Begeisterung für ihre Umwelt und die Natur wecken und fördern.

 

„Die Commerzbank unterstützt die Studierenden dabei mit einem Praktikantenentgelt und übernimmt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden“, erläutert Stefan Koch. Und Michael Waitz ergänzt: „Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz.“

 

Interessierte können sich ab Oktober um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die Frist läuft bis Januar 2020. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

 

Rüdiger Biehl

Stellvertretender Nationalparkleiter

Filialleiter Eisenach, Michael Waitz, Commerzbank-Umweltpraktikanten Silvan Schmieg und Sophie Büchner, Filialleiter Mühlhausen, Stefan Koch, Stellvertretender Nationalparkleiter Rüdiger Biehl Quelle – Michaela Heinemann

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Pressemitteilung: Erste Jungunken verlassen angelegte Tümpel

GBU-@WildtierlandHainichgGmbH

 

Seit einigen Tagen verlassen die ersten vollständig entwickelten Gelbbauchunken als kleine Froschlurche das Wasser. Bereits im April haben die ersten Gelbbauchunken ihren Laich in kleine Gewässer gelegt, welche erst diesen Februar extra für sie anlegt wurden. In den letzten zwei Monaten haben sich die nur ein bis drei Zentimeter großen Kaulquappen mit Schwanz und Kiemen in kleine Froschlurchen mit vier Beinen und Lungen verwandelt. Jetzt gehen sie an Land auf Nahrungssuche nach kleinen Insekten.

 

Froschlurche

 

„Es ist sehr schön zu sehen, wie die ersten kleinen Unken unsere Gewässer verlassen und es zeigt, dass sich die Anlage der Gewässer gelohnt hat. Wenn die Larven die Metamorphose (so heißt die Entwicklung vom Laich bis zum fertigen Frosch) abgeschlossen haben und das Wasser als kleine Froschlurche verlassen, haben sie den gefährlichsten Teil ihres Lebens überstanden“ sagt Martin Burmeister Projektmanager des Gelbbauchunken Projekts in Westthüringen. Seit 2017 plant er in Zusammenarbeit mit Flächenbesitzern, Gemeinden, Bergbauunternehmen, ThüringenForst und den zuständigen Unteren Naturschutzbehörden die Anlage von neuen Lebensräumen für die in Thüringen vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke. So konnten in den letzten zwei Jahren über 400 kleine Tümpel an 20 Standorten, wie zum Beispiel bei Eisenach, angelegt werden.

 

Anlegen von Tümpeln

 

Auch im Nationalpark Hainich, in dem aktuell eines der größten Vorkommen der Gelbbauchunke zu finden ist, wurden im Rahmen von Entsiegelungsmaßnahmen neue Laichgewässer für die Art angelegt.

„Im Nationalpark haben sich besonders die wassergefüllten Fahrspuren als effektiv erwiesen. Sie hielten trotz der Hitze lange genug das Wasser, sodass die Larven ihre Entwicklung beenden konnten.“ sagt Madlen Schellenberg aus der Nationalparkverwaltung

In den nächsten Wochen werden hunderte dieser winzigen Froschlurche nach und nach das Wasser verlassen und mit etwas Glück kehren sie in ein paar Jahren als ausgewachsene Unken zurück, um selbst ihren Laich in die angelegten Tümpel zu legen.

 

Fotos: Martin Burmeister

 

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Pressemitteilung Nationalpark Hainich vom 04.07.2019

Filmprojekt GreenCut - Jugendliche filmen die Vielfalt des Lebens im Nationalpark Hainich

Mit moderner Videotechnik der Natur näherkommen – im wahrsten Sinne des Wortes

 

In dieser Woche sind 18 Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen mit Kamera vor der Nase im Nationalpark unterwegs. Im Rahmen ihrer Projektwoche nehmen sie am deutschlandweiten Umwelt- und Kommunikationsprojekt „GreenCut-Jugend filmt biologische Vielfalt teil“. Das Ziel dieses mehrtägigen Filmprojekts ist das Kennenlernen der Natur und die Produktion eines 15-minütigen Dokumentar- und Naturfilms. Durchgeführt wird das Filmprojekt von der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft (Gespa) e. V., gefördert wird es vom Bundesamt für Naturschutz.

„Es ist immer wieder toll zu beobachten, wie sich die Jugendlichen in die Kameratechnik einarbeiten, wie sie lernen geduldig zu sein und wie sich ihr Blick für das Details schärft. Wir hoffen, dass unser Projekt hilft, Augen zu öffnen für Vielfalt und Schönheit der Natur“, sagt Projektmitarbeiter Oliver Krebs von der Gespa e. V.

Vier Tage lang fanden die Dreharbeiten statt. Die Schülerinnen und Schüler gingen aufgeteilt in kleine Gruppen (Filmteams) auf die Pirsch. Makro-Teams filmten Insekten und Pflanzen von ganz nah, das Slider-Filmteam suchte ganz besonders schöne Motive beispielsweise von Totholz oder Pilzen, das Filmteam Tierbeobachtung filmte Wildkatzen von der Beobachtungsplattform im Wildkatzengehege Hütscheroda und Vögel von verschiedenen Beobachtungspunkten. Das Filmteam Baumkronen war auf dem Baumkronenpfad unterwegs. Das Team Interviews bereitete die Fragen für die Experteninterviews vor und trug die Verantwortung dafür, dass nicht nur das Bild, sondern auch der Ton optimal passt. Das Making-of Team filmte und fotografierte die Teamkollegen in Aktion, beim Kameras auf- und abbauen, Interviews durchführen oder Pausen machen.

Der entstehende Naturfilm wird sowohl im Rahmen einer Schulaufführung als auch einer Ausstellung mit allen GreenCut – Projekten gezeigt werden.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

Hintergrund:

Die Gespa e. V. ist eine gemeinnützige Organisation und bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1999 im Kontext von Bildung, Globalisierung und Entwicklungszusammenarbeit tätig. Die partnerschaftlichen Initiativen zielen auf den Ausbau gesellschaftlicher Mitverantwortung in Themen wie Armut, Soziales, Umwelt und Bildung ab. Die partizipative Medienproduktion und eine interaktiv gestaltete Kommunikation der Ergebnisse nehmen in den Projekten der Gespa e. V. eine besondere Rolle ein.

 

Filmprojekt GreenCut

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Pressemitteilung Nationalpark Hainich vom 04.07.2019

Neue Sonderausstellung „Glanzlichter 2018“ im Nationalparkzentrum Thiemsburg zu sehen

20 Jahre preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt

 

Der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb „Glanzlichter“ widmet seit nunmehr 20 Jahren einer exklusiven Auswahl von Naturfotos eine Ausstellung der Extraklasse. Vom 4. Juli bis zum 29. September 2019 ist sie auch in diesem Jahr im Sonderausstellungsraum des Nationalparkzentrums an der Thiemsburg zu sehen. Die Wanderausstellung „Glanzlichter 2018 – Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt“ zeigt 87 Einzelbilder in acht verschiedenen Kategorien von malerischen Landschaftsbildern bis hin zu exotischen Säugetier-Arten.

Mit einer geschickten 180-Grad-Drehung wird aus einer einfachen Spiegelung im Wasser plötzlich ein brennender Meteorit im Morgenhimmel über einem Wald. So ungefähr könnte man das Gewinnerbild der „Glanzlichter 2018“ deuten. Was es aber zeigt, ist viel mehr als nur ein „schöner Effekt“. Die Geschichte hinter dem Gewinnerfoto „Meteorit“ von Manuel Enrique González Carmona aus Spanien hat die dreiköpfige Jury des Fotowettbewerbs überzeugt: Der Betrachter taucht „tiefer in den Sinn des Motives ein, findet jedoch erst auf den zweiten Blick heraus, was der Fotograf dort festgehalten hat. Erst dann begreift der Betrachter den Titel und die Komposition des Bildes, die schließlich zum Staunen und Bestätigen führt.“

Der „All Over Winner“ wie auch die Gewinnerbilder der einzelnen Kategorien wurden aus über 18.000 Bildeinsendungen aus 39 Ländern ausgewählt. „Wir freuen uns sehr, dass die „Glanzlichter der Naturfotografie“ weltweit immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und noch mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt Initiatorin, Jury-Mitglied und Naturfotografin Mara Fuhrmann und gibt weiter zu bedenken: „Gibt es etwas Besseres, als mit Bildern Emotionen zu wecken, nachdenklich zu machen und uns alle für den Schutz unserer Erde zu werben? Und nicht letztendlich auch für unser Überleben – denn nur mit der Natur werden wir eine lebenswerte Zukunft haben.“

Als Besonderheit prämiert der Wettbewerb auch den „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2018“: Mit dem Bild „Scheue Begegnung“ machte der talentierte 14-jährige Lasse Kurkela aus Finnland, der bereits den Titel „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2017“ trägt, einen einmaligen Schnappschuss. Bei einer Nacht in einer Ansitzhütte erschien nach Sonnenuntergang ein Wolf am Waldrand. Um die dramatische Atmosphäre des einsamen Wolfes und des mystischen Waldes hervorzuheben, wandelte der Fotograf das Bild in Schwarz-Weiß um.

Die Sonderausstellung wird bis zum 29. September 2019 im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg zu sehen sein (täglich von 10.00 – 19.00 Uhr geöffnet); sie ist im Rahmen des Besuchs des Baumkronenpfades bzw. der Dauerausstellung kostenlos.

 

Manfred Großmann                                   
Nationalparkleiter                                             

 

 

 

 

Fotoausstellung

 

 

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PRESSEMITTEILUNG der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. vom 13. Juni 2019

 

Beruhigt in den Urlaub fahren

 

Mit den Johanniter-Angeboten für ältere Menschen können pflegende Angehörige die Auszeit vom Alltag unbeschwert genießen

 

Für die meisten steht einmal im Jahr ein größerer Urlaub an. Viele Angelegenheiten werden in der Abwesenheit übernommen: Der Kollege erledigt den Job, die Nachbarn gießen die Blumen und Freunde sammeln die Post.

Doch wer übernimmt die Versorgung eines älteren, im Notfall hilfsbedürftigen Familienmitglieds? Viele Familien stehen vor der Frage, wer sich kümmert, wenn man nicht da ist. Eine „Urlaubsvertretung“ muss her, jemand, der verlässlich und rund um die Uhr da ist, falls etwas passiert.

Die Johanniter bieten speziell für die Sommerzeit maßgeschneiderte Angebote für Familien und ihre älteren Angehörigen zur Überbrückung an.

Mit dem Aktions-Gutschein „Sommer“ für den Johanniter-Hausnotruf möchten wir beispielsweise Familien die kostenlose Absicherung ihrer hilfsbedürftigen Angehörigen für runde vier Wochen ermöglichen, so Martina Stephani von der Johanniter-Unfall-Hilfe in Westthüringen.

Der Hausnotruf schafft Sicherheit und Freiheit, vor allem aber ermöglicht das System, selbständig zu Hause zu bleiben. Im Notfall kann per Knopfdruck Verbindung zur Johanniter-Notrufzentrale aufgenommen und der Johanniter-Pflegedienst in Anspruch genommen werden. Aber auch vorher festgelegte Familienmitglieder oder Nachbarn und auch der Rettungsdienst können von unseren Mitarbeitern der Hausnotrufzentrale verständigt werden. Das System ermöglicht Senioren also weiterhin Eigenständigkeit und sorgt bei Angehörigen für ein sicheres Gefühl“, erklärt Martina Stephani.

Die Versorgung mit einem Hausnotrufgerät kann individuell ergänzt werden durch den Besuch Ihrer Angehörigen in einer unserer Johanniter-Tagespflegen. Im Vordergrund stehen hier der Austausch mit Gleichgesinnten und das Nutzen von Beschäftigungsangeboten. Aber auch die Rundum-Versorgung mit Mahlzeiten ist hier gegeben und entlastet Familien.

Das tägliche Hin- und Herbringen Ihrer Lieben wird von unseren Johanniter-Fahrdiensten übernommen. „Unsere Mitarbeiter verstehen sich dabei jedoch nicht nur als Beförderungsdienst, sondern gestalten die Fahrten individuell, von der Lieblingsmusik der Fahrgäste bis hin zum persönlichen Gespräch“, so Fahrdienstleiter Christopher Roth.

Benötigen Ihre Angehörigen jedoch eine dauerhafte Anwesenheit von Pflegefachpersonal, so ermöglichen wir mit unseren Johanniter-Pflegediensten im Rahmen einer Verhinderungspflege eine „Rund um die Uhr Betreuung“ zu Hause.

Nutzen Sie unsere Urlaubsangebote! Für weitere Informationen und eine kostenlose unverbindliche Beratung stehen Ihnen die Johanniter in Westthüringen gerne zur Verfügung:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Regionalverband Westthüringen

Klosterstraße 19

99831 Creuzburg

Telefon +49 36926 7109-0

Telefax +49 36926 7109-22

E-Mail:

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Gastronomisches Leben an der Betteleiche

Pressemitteilung vom 20.05.2019

 

Gerade zu den Ostertagen waren viele Wanderer aus der Umgebung wieder auf dem Harsberg unterwegs zur ehemaligen Siedlung Ihlefeld. Hier, wo die Betteleiche steht, schlägt buchstäblich das Herz des Hainichs. Leider hat sich bislang kein weiterer Bewerber für eine Wochenendversorgung an historischer Stelle gefunden. Aber das Team der Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“ Harsberg sichert zu besonderen Veranstaltungen die gastronomische Versorgung der Wanderer gerne ab. 

So gab es unlängst am Ende der Nationalparkwanderung „Dr. Wald“ mit Naturführerin Susanne Merten leckere Kostproben von Bärlauchsuppe. Die Suppe mundete vielen Besuchern so gut, dass sie gleich nach dem Rezept fragten. Das Küchenteam um Koch Alexander Leinhos und Bundesfreiwilligendienstler Faridun Odinaev aus Tadschikistan hatte schon vorher emsig Bierzeltgarnituren, Geschirr, Getränke, kleinere Leckereien und Bärlauchsuppe zur Wanderhütte Ihlefeld gefahren.

Bei Sonnenschein, milden Temperaturen und netten Gesprächen blieb so mancher Wanderer dann gerne länger sitzen und lies entspannt bei einer Tasse Kaffee oder einem Bärlauchwein den Sonntag ausklingen. Auch zum Himmelfahrtstag am 30. Mai (ab 10.00 Uhr) und zur Mittsommernacht am 15. Juni 2019 (ab 20.00 Uhr) wird es wieder eine Verköstigung an der Wanderhütte Ihlefeld durch das freundliche Team vom Urwald-Life-Camp geben.

 

Alexander Leinhosund Faridun Odinaev vom Urwald-Life-Camp kümmerten sich um die Versorgung der Wanderer

Alexander Leinhos und Faridun Odinaev vom Urwald-Life-Camp kümmerten sich um die Versorgung der Wanderer

 

Besucher an den Schautafeln

Besucher an den Schautafeln auf dem Ihlefeld

Susanne Merten

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Pressemitteilung vom 26.04.2019

Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld

 

Gelbbauchunkenschützer treffen sich in Wolfsbehringen

 

Am Donnerstag den 25.04.2019 fand in Wolfsbehringen eine Tagung über die Perspektiven und Ansätze zum Schutz der Gelbbauchunke in Westthüringen statt. Bei der Tagung kamen sowohl Gelbbauchunkenschützer, als auch Vertreter von Behörden, der Forstwirtschaft und der Landwirtschaft aus ganz Deutschland zusammen. Die Bestände der Gelbbauchunke sind in den letzten Jahrzenten stark rückläufig –ganze Vorkommen erloschen. Aus diesem Grund gibt es seit Mai 2017 das Projekt zum Schutz der Gelbbauchunke in Westthüringen. Ziel des Projektes ist die Sicherung der bestehenden Bestände sowie der Aufbau von Quellpopulationen zur Wiedervernetzung. Auf der Tagung wurden verschiedene Möglichkeiten und Beispiele aus anderen Bundesländern diskutiert. Als sogenannte Pionierart besiedelt die Gelbbauchunke vor allem gerade frisch entstandene Kleinstgewässer. So stellt die Anlage von kleinen Gewässern mittels eines Baggers eine Möglichkeit zur Herstellung von Laichplätzen dar. Einige im Projekt entstandenen Gewässer wurden auf der anschließenden Exkursion besichtigt. Auch bieten Bergbaubetriebe aufgrund der vielfältigen Dynamik dort eine gute Möglichkeit für die Gelbbauchunke. Im Forst und in der Landwirtschaft dienen Fahrspuren als gute konkurrenzfreie Laichgewässer. Diese Fahrspuren sind jedoch häufig nicht erwünscht und werden daher nach Beendigung von Arbeiten häufig beseitigt oder von vorneherein vermieden. Natürlich war bei der Tagung auch die anhaltende Trockenheit ein großes Thema, da viele Laichgewässer aktuell ausgetrocknet sind. Dieser Faktor liegt jedoch als einziger außerhalb des menschlichen Einflussbereichs und so hofften alle Teilnehmer auf einen schönen Landregen in den nächsten Tagen.

Wer nun mehr über das Thema Amphibien und ihren Schutz erfahren möchte hat an den ersten zwei Maiwochenenden die Gelegenheit an zwei spannenden kostenfreien Veranstaltungen teilzunehmen. Zum einen findet am Samstag den 04.05.2019 um 13:30 Uhr die familienfreundliche Amphibienwanderung „Froschkönig und Wasserdrache“ statt. Der Treffpunkt ist die Wildkatzenscheune in Hütscheroda und anschließend geht es auf Entdeckungstour zu umliegenden Gewässern. Zum anderen gibt es am Samstag den 11.05.2019 um 20:00 Uhr eine abendliche Amphibienwanderung im Nessetal-Südlicher Kindl. Treffpunkt ist am „Restaurant Propeller“ im Industriegebiet, gutes Schuhwerk und eine Taschenlampe werden empfohlen. Anmeldungen bitte unter 036254/865180.

 

Kleinstgewässer

 

im Vordergrund rechts der Projektmanager Martin Burmeister

 

Fachexkursion vor ausgetrockneten Fahrstreifen

 

Bilder: Sarah Stark

 

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Buchvorstellung "Kirmes in Thüringen"

Am Samstag, den 17.11.2018 um 14 Uhr wurde im Dorfgemeinschaftshaus Großschwabhausen das von der Landeshauptstadt Erfurt durch Frau Dr. Gudrun Braune und Dr. Peter Fauser (Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle Thüringen) herausgegebene Buch „Kirmes in Thüringen“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Buch befasst sich mit der Kirmes in Thüringen und den unterschiedlichsten Traditionen, wie sie in ganz Thüringen bestehen und gefeiert werden. Es wird zudem verschiedenes Filmmaterial aus ganz Thüringen gezeigt, sodass alle Kirmesinteressierten hier einmal einen schönen Eindruck über die vielfältigen Traditionen bekommen können.

Die Entstehung des Buches mit seinen 418 Seiten und zahlreichen oft farbigen Abbildungen begann vor über fünf Jahren. In verschiedenen regionalen Vortrags- und Diskussionsreihen wurde Material über die Verschiedenheit der Kirmesfeiern in Thüringen gesammelt. Diese Gespräche stießen überall auf große Resonanz. Parallel dazu konnte viel Material durch die Auswertung von Fragebögen gesammelt werden. Nunmehr liegt ein tolles Gesamtwerk zur Geschichte, den Ursprüngen, Brauchtum und vielen Einzelbeispielen der Kirchweihfeste in Thüringen vor.

 

Buch "Kirmes in Thüringen"

 

Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit den kulturgeschichtlichen Aspekten der Feste. Dann folgen, nach Regionen geordnet, Abhandlungen über die Verschiedenheit der Bräuche zur Kirmes, zu den regional gefeierten Festen.

Unsere Region ist durch zwei größere und reich bebilderte Artikel aus der Feder von Mihlas Ortschronisten Rainer Lämmerhirt zur Mihlaer Kirmes und zur Mihlaer Kirmesfahne vertreten. Diese Artikel fassen den aktuellen Stand der Forschung zusammen. Eine DVD und ein Literaturverzeichnis vervollständigen das Buch, welches für eine Schutzgebühr von 12€ beim Tourismusbüro in Mihla, Marktstraße 18, bestellt werden kann. Es lohnt sich!

 

- Heimatverein Mihla -

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Nationalpark Hainich ist Anker der Region

„Hainich-Forum 2018“ zeigt große Bedeutung des Schutzgebietes für die touristische Entwicklung der Region

 

PRESSEMITTEILUNG 22.11.2018

 

„Nationalpark als Chance für die Region?!“ – mit diesem Thema beschäftigte sich die Fachtagung „Hainich-Forum 2018“ am 22. November in Bad Langensalza. Begrüßt werden konnten rund 120 (Tourismus-)Experten aus nah und fern, politische Vertreter, regionale Akteure und Interessierte. Aufhänger waren die Ergebnisse einer vom Nationalpark in Auftrag gegebenen Studie zu den regionalökonomischen Effekten des Nationalpark-Tourismus, vorgestellt von Prof. Dr. Hartmut Rein. Erstmals wurden diesbezüglich Erfassungen zehn Jahre nach Gründung des Nationalparks im Jahr 2007 durchgeführt. 2017/18 – im Jahr des 20-jährigen Bestehens des Nationalparks – wurde die Studie wiederholt. Die aktuellen Ergebnisse und ihr Vergleich mit der Vorgängeruntersuchung sind vielversprechend.

 

Rund 120 (Tourismus-)Experten aus nah und fern, politische Vertreter, regionale Akteure und Interessierte konnten beim HAINICH-FORUM 2018 begrüßt werden. Foto: Rüdiger Biehl

FOTO: Rund 120 (Tourismus-)Experten aus nah und fern, politische Vertreter, regionale Akteure und Interessierte konnten beim HAINICH-FORUM 2018 begrüßt werden.

Foto: Rüdiger Biehl

 

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region ist seit der letzten Untersuchung deutlich gestiegen. 266 Personen können nun rein rechnerisch ihren Lebensunterhalt durch den Geldzufluss von Nationalpark-Besuchern bestreiten, ein Zuwachs von 60 sogenannten Arbeitsplatzäquivalenten im Vergleich zu 2008. „Dieser Zuwachs ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass im gleichen Zeitraum das durchschnittliche Primäreinkommen in der Nationalparkregion um mehr als 60 Prozent von 12.132 Euro (2008) auf 19.423 Euro (2017) gestiegen ist“, freut sich Nationalparkleiter Manfred Großmann. Ursache für den Anstieg der Arbeitsplatzäquivalente sind insbesondere die gestiegene Zahl der Übernachtungsgäste und die gestiegenen Ausgaben der Touristen. Bei einer nahezu konstant gebliebenen Gesamtbesucherzahl von 295.000 Besuchern (2008 290.000 Besucher) übernachteten 2008 nur 70.000 Gäste in der Region. Im Projektzeitraum 2017/18 waren es 103.000, ein Anstieg um 47 Prozent. Der Anteil der Übernachtungsgäste an den Besuchern insgesamt stieg somit von 24 Prozent auf 35 Prozent.

 

v.l.: Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks Hainich, Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Harald Zanker, Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Olaf Dirlam, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Rüdiger Biehl, stellvertretender Leiter des Nationalparks Hainich, und Matthias Reinz, Bürgermeister der Stadt Bad Langensalza Foto: Lisa Mäder

FOTO: v.l.: Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks Hainich, Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Harald Zanker, Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Olaf Dirlam, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Rüdiger Biehl, stellvertretender Leiter des Nationalparks Hainich, und Matthias Reinz, Bürgermeister der Stadt Bad Langensalza

Foto: Lisa Mäder

 

Diese positive Entwicklung soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Quo vadis - wie geht die Reise weiter? Auch mit dieser Frage beschäftigten sich die Experten auf dem „Hainich-Forum“. So liefern Best practice-Beispiele aus anderen Nationalparken gute Vorbilder für einen naturverträglichen Tourismus in und um Großschutzgebiete. Visionen, Ziele und neue Projekte für die Welterberegion Wartburg Hainich weisen den Weg in die Zukunft und wurden ebenso diskutiert wie die Frage nach der Mobilität als eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung in der Region.

 

Die Zusammenfassung der sozioökonomischen Studie mit aussagefähigen Info-Grafiken sind unter www.nationalpark-hainich.de zu finden. Der komplette Endbericht wird in Kürze in der Schriftenreihe ERFORSCHEN als Band 7 von der Nationalparkverwaltung herausgegeben.

 

Manfred Großmann

Nationalparkleiter

 

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Leibnitz Institut gibt neues Buch über die Hainichregion heraus

 

Am 14. Mai 2018 wurde in der historischen Ratsstube des Mühlhäuser Rathauses der Band 77 in der Reihe "Landschaften in Deutschland", "Der Hainich", durch den Herausgeber, das Leibnitz Institut in Leipzig sowie der Sächsischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt. Unter Federführung von Dr. Haik Thomas Porada, Jürgen John und Manfred Großmann und bei der Mitarbeit eines Autorenkollegiums aus der Region entstand eine landeskundliche Bestandsaufnahme, die auf 485 Seiten, 80 Abbildungen und mehreren Satellitenbildern und Übersichtskarten den Hainich sowie den Raum zwischen Schlotheim, Mühlhausen, Mihla, Behringen und Bad Langensalza umfasst.

 

neues Buch

 

Vorgestellt werden neben den vielen naturkundlichen, geologischen, sprachgeschichtlichen, kulturellen Schwerpunkten der Region auch alle Orte in und um den Hainich.

Für unsere Region finden Sie erstmals die Geschichte der Orte Hallungen, Nazza, Ebenshausen, Frankenroda, Probsteizella, Mihla, Lauterbach, Bischofroda, Berka, Bolleroda und Neukirchen von den Anfängen bis heute mit entsprechendem Kartenmaterial und Abbildungen dargestellt. Hinzu kommen ausführlich die Burg Haineck, Wernershausen und die Geschichte des Fliegerhangs bei Lauterbach sowie dies Ihlefeldes. Für die Geschichte dieser Orte. Hierfür zeichnete Rainer Lämmerhirt aus Mihla verantwortlich. Weitere Autoren waren u.a. Dr. Gudrun braue für die Kulturgeschichte, Peter Bühner, Prof Bünz für die Kirchengeschichte und Hubertus Biehl für die Forstgeschichte.

Das Buch erschien im Böhlau Verlag Köln Weimar.

 

Jeder Ort und jedes Schutzgebiet in diesem Raum werden beschrieben. Entstanden ist ein reichhaltiges Nachschlagewerk, das zugleich als Exkursionsführer der besonderen Art genutzt werden kann. Aufgrund einer großzügigen Förderung kommt der Band zu einem äußerst günstigen Preis von 30 Euro in den Handel. Es liegt damit ein einmaliges Werk vor, das sehr zu empfehlen ist.

Das Buch kann in der Tourist- Info im Mihlaer Rathaus erworben werden.

 

- Gemeinde Mihla -