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Bauleitplanung/Fördermaßnahmen/Entwicklungskonzepte/Lärmaktionsplanung

Bauleitplanung - Laufende Verfahren

Stadt Amt Creuzburg

OT Creuzburg

1. Ergänzung Bebauungsplan Nr. 4 "Gewerbegebiet Creuzburg"

Entwurf

 

Es sind außer dem Umweltbericht/ Grünordnungsplan noch folgende Umweltbezogenen Informationen verfügbar:

Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Freiflächen-Photovoltaik-Anlage Rumpfenrain"

Gemeinde Krauthausen

Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Photovoltaik-Freiflächenanlage – Stedtfelder Berge“

Rechtskräftige Bebauungspläne

Link zu allen Bebauungsplanen

Fördermaßnahmen

Entwicklungskonzepte

Potentialflächenkonzept für Solar- und Windenergieanlagen der Stadt Amt Creuzburg

Regionales Entwicklungsmanagment

 

Regionale Entwicklungsstrategie: Gemeinsam die Zukunft gestalten

 

Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit ist es geschafft: Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Entwicklungsnetzwerk Hörselberge-Wartburg-Hainich-Werratal“ hat ihre Regionale Entwicklungsstrategie (RES) fertiggestellt. Dieser umfassende Fahrplan bündelt die Ziele und Maßnahmen für die künftige Entwicklung der Region – von Wirtschaft und Energie über Verkehr und Mobilität bis hin zu Tourismus und Naherholung. Im Fokus steht dabei nicht die Entwicklung einzelner Kommunen, sondern die Stärkung der gesamten Region als attraktiver Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum.

 

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft "Entwicklungsnetzwerk Hörselberge-Wartburg-Hainich-Werratal" wurde 2023 gegründet. Ihr gehören neben dem Wartburgkreis die Städte Eisenach, die Gemeinden Hörselberg-Hainich und Wutha-Farnroda sowie die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal an. In gemeinsamen Arbeitstreffen und verschiedenen Workshops haben alle Mitgliedsgemeinden an der Erarbeitung der Strategie mitgewirkt.

Im Mai 2026 wurde die Strategie bei Veranstaltungen in den beteiligen Kommunen, darunter in Amt Creuzburg OT Creuzburg, vorgestellt und mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.

 

Erste Projekte starten bereits: Mit der Fertigstellung der Strategie beginnt nun die Umsetzung der ersten Maßnahmen. Bereits im dritten Quartal 2026 werden neue Projekte angestoßen und bestehende Vorhaben gezielt unterstützt. Dazu zählt das laufende GRW-Förderprojekt „Premiumwanderrevier Sagenhafte Hörselberge“, das die Natur- und Kultur-landschaft dieser Region touristisch aufwerten soll. 

 

Wir als Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal werden als „Starterprojekt“ das Wasser-wandern auf der Werra in den Fokus nehmen. Geplant ist der Ausbau der Infrastruktur – das heißt: Aus- und Neubau von Bootsanlegestellen, Errichtung von Aufenthaltsplätzen mit Rast- und Toilettenanlagen sowie bessere Ausweisung der Anlegemöglichkeiten und Besucherinformationen.  Dies betrifft die Anlegestellen in Spichra, Creuzburg, Mihla, Ebenshausen, Frankenroda aber auch Falken, Treffurt und Großburschla.

Ein weiteres Vorhaben ist die Weiterentwicklung des Alltagsradverkehrs. Hier möchten wir Gefahrenpotentiale durch geeignete Maßnahmen abstellen bzw minimieren. Außerdem besteht der Wunsch, bestehende Radverkehrsnetze miteinander zu verbinden um Lücken im Netz zu schließen. 

 

Für die Umsetzung dieser und anderer Projekte in der Region des nördlichen Wartburgkreises bildet das gemeinsame Miteinander der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft die Grundlage für die Verwirklichung unserer Ziele.

Die regional abgestimmte Entwicklungsstrategie (RES) für den nördlichen Wartburgkreis können Sie auf der Internetseite der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal (vg-hainich-werratal.de - hier unter: Verwaltungsgemeinschaft/ Bauleitplanung / Fördermaßnahmen / Entwicklungskonzepte) einsehen. Ebenfalls sind die Unterlagen in der Bauabteilung der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal einsehbar. 

 

Die Regionale Entwicklungsstrategie dient als Grundlage für weitere Planungen und Vorhaben und ist auch Voraussetzung für eine Beantragung von Fördermitteln.

 

Bauabteilung

VG Hainich-Werratal

Kommunale Wärmeplanung

Einladung zur öffentlichen Veranstaltung

Kommunale Wärmeplanung in der Verwaltungsgemeinschaft Hainich- Werratal 

 

Wann?                         am 17. September 2026

Wo?                             im Klostergarten in Creuzburg

Um wieviel Uhr?        ab 18.00 Uhr

 

Informieren Sie sich:

 

  • Bestand- und Potentialanalyse

  • Zugang WebGIS

    Das WebGIS macht die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung in interaktiven Karten anschaulich zugänglich. 

    Es bietet einen Überblick über die Ausgangssituation, die Potenziale erneuerbarer Energien sowie die perspektivische Entwicklung hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung.

    Verschiedene Kartenebenen zeigen die Möglichkeiten in den einzelnen Ortsteilen und Quartieren sowie voraussichtliche Optionen für die zukünftige Wärmeversorgung

 

 

Die VG Hainich-Werratal startet in die Wärmewende

Kommunale Wärmeplanung – ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Zukunft

Mit dem Jahresbeginn 2024 hat Deutschland einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Wärmeversorgung gemacht. Seit dem 1. Januar gilt das Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG). Gemeinsam mit dem ebenfalls in Kraft getretenen Gebäudeenergiegesetz (GEG) bildet es den rechtlichen Rahmen für die Transformation der Wärmeversorgung in Deutschland. Ziel dieser gesetzlichen Regelungen ist es, die Wärmeversorgung bundesweit bis spätestens 2045 nachhaltig, bezahlbar und klimaneutral zu gestalten – unter anderem durch einen deutlich höheren Anteil erneuerbarer Energien und der Nutzung unvermeidbarer Abwärme.

Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichtet das WPG die Bundesländer sicherzustellen, dass in allen Gemeinden kommunale Wärmepläne erarbeitet werden. Diese Pläne sollen helfen, die Klimaschutzziele im Wärmesektor zu erreichen. Für Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohnern gilt eine Frist bis zum 30. Juni 2028. Anschließend müssen die Pläne alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Wichtig ist: Der kommunale Wärmeplan entfaltet keine unmittelbare rechtliche Außenwirkung und begründet keine einklagbaren Rechte oder Pflichten.

In Thüringen wurde die gesetzliche Grundlage mit dem Thüringer Ausführungsgesetz zum Wärmeplanungsgesetz (ThürWPGAG) geschaffen, das seit dem 19. Juli 2024 gilt. Es legt fest, dass die Gemeinden für die Wärmeplanung verantwortlich sind. In Verwaltungsgemeinschaften (VG) übernimmt diese Aufgabe die jeweilige VG selbst. So hat die Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal am 25. November 2024 beschlossen, die kommunale Wärmeplanung gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 WPG durchzuführen. Am 27. März 2025 folgte die Beauftragung der TEAG Thüringer Energie AG mit der Erstellung des Wärmeplans.

Die Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal hat diesen Prozess bereits angestoßen. Aufbauend auf früheren Konzepten wie z.B. dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept für Mihla und Creuzburg oder dem gemeindlichen Entwicklungskonzept für Scherbda, wird derzeit ein kommunaler Wärmeplan erstellt – finanziert durch das Land Thüringen. Mit der Erstellung wurden die TEAG (Thüringer Energie AG) sowie die seecon Ingenieure GmbH beauftragt.

Was passiert bei der kommunalen Wärmeplanung konkret?

Die Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument, das untersucht, wie die Gebäude auf dem Gebiet der VG künftig mit klimafreundlicher Wärme versorgt werden können. Dabei werden sowohl der heutige Zustand als auch die zukünftigen Möglichkeiten umfassend analysiert.

1. Bestandsanalyse: Was ist heute vorhanden?

Zu Beginn werden alle relevanten Daten rund um Gebäude, Energieverbräuche und Infrastruktur durch die TEAG, seecon und die VG erfasst und ausgewertet:

  • Gebäudedaten: Aufbau eines 3D-Gebäudemodells auf Basis amtlicher Geodaten mit Informationen zur Nutzung, Baualtersklasse und Gebäudehülle

  • Wärmebedarf: Der Heizenergiebedarf wird mithilfe der deutschen Gebäudetypologie abgeschätzt – differenziert nach Gebäudetypen und Baualtersklassen.

  • Energieverbrauchsdaten: Vorhandene Verbrauchsdaten (Gas, Öl, Fernwärme etc.) werden bei den Netzbetreibern sowie den Schornsteinfegern abgefragt, um diese mit den errechneten Bedarfswerten abzugleichen. Aus Datenschutzgründen werden die Verbrauchsdaten aggregiert übermittelt.

  • Netzinfrastrukturen: Abfrage und Analyse von Gas- und Wärmenetzdaten – inklusive Alter, Ausbaustand und technischen Eigenschaften.

Das Ziel ist die Erstellung eines digitalen Zwillings der VG, in dem alle wesentlichen energetischen Informationen räumlich anschaulich dargestellt werden.

2. Potenzialanalyse: Was ist künftig möglich?

Im Anschluss untersucht das Projektteam, welche erneuerbaren Energiequellen in der VG Hainich-Werratal verfügbar sind und wie sie genutzt werden könnten – z.B. Solarenergie, Geothermie, Biomasse, Abwärme oder Power-to-X-Technologien. 

Diese Potenziale werden mit dem Wärmebedarf „verschnitten“, um festzustellen, welche Technologien wo sinnvoll eingesetzt werden können – z. B. ob ein Wärmenetz in einem Quartier wirtschaftlich ist oder Einzelheizlösungen besser geeignet sind.

3. Szenarien und Maßnahmen: Wie wird die VG Hainich-Werratal klimaneutral?

Auf Basis der Bestands- und Potenzialanalyse wird ein sogenanntes Zielszenario entwickelt. Es beschreibt, wie die VG Hainich-Werratal bis zum Jahr 2045 klimaneutral mit Wärme versorgt werden kann. Dabei wird die heutige Energie- und Treibhausgasbilanz fortgeschrieben und um Zwischenziele für 2035 und 2040 ergänzt. Daraus ergibt sich ein Absenkpfad, der zeigt, wie sich der Energieverbrauch über die Jahre reduzieren muss.

In mehreren Szenarien wird simuliert, wie die vorhandenen Potenziale ausgeschöpft werden können – etwa durch Gebäudesanierungen, den Ausbau erneuerbarer Energien oder neue Wärmenetze. Dabei werden auch technische, wirtschaftliche, ökologische und rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Aus diesen Überlegungen entsteht ein konkreter Maßnahmenkatalog: Für ausgewählte Bereiche – sogenannte Referenzquartiere – werden beispielhafte Versorgungskonzepte erarbeitet, etwa auf Basis von Erdwärme, Solarthermie, Wärmepumpen oder Biomasse. Diese lassen sich auf vergleichbare Gebiete übertragen und zeigen auf, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung schrittweise und praxisnah umgesetzt werden kann – für Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Energieversorger und private Eigentümer gleichermaßen.

4. Verstetigung und Kommunikation: Wie geht es nach dem Plan weiter?

Der fertige Wärmeplan ist kein starres Dokument, sondern ein lebendiges Planungsinstrument. Daher wird parallel ein Konzept zur Verstetigung erarbeitet:

  • Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings und Berichtswesens

  • Einrichtung eines „Wärmebeirats“ zur Begleitung der Umsetzung

Auch die Öffentlichkeit spielt eine zentrale Rolle: Die fertiggestellte Wärmeplanung wird in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. In dieser Veranstaltung werden die zentralen Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und erste Schritte auf dem Weg zu einer klimaneutralen und zukunftssicheren Wärmeversorgung vorgestellt. Begleitend startet die öffentliche Auslegung des Wärmeplans über die Internetseite der VG Hainich-Werratal sowie auch im Bauamt selbst. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, den Entwurf einzusehen und Stellungnahmen abzugeben. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit in die finale Fassung einfließen zu lassen. 

 

 

Fachworkshop am 25 Juni im neuen Verwaltungsgebäude der VG Hainich-Werratal

Kommunale Wärmplanung bei 35 Grad 

 

Obwohl man bei einer Hitzewelle lieber nicht über Heizungen sprechen möchte, begaben sich die Expertinnen unseres seecon Beteiligungsteams Ende Juni auf den Weg nach Creuzburg für einen Maßnahmenworkshop. Gemeinsam mit unserer Partnerin TEAG Thüringer Energie AG erarbeiten wir seit Mai 2025 den Kommunalen Wärmeplan für die Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal in Thüringen.

 

Bei Kaffee und Ventilatorenlüftchen tauschten sich Akteur*innen aus den Bereichen Industrie, Energieversorgung und Verwaltung über die Zwischenergebnisse der Wärmeplanung sowie mögliche Maßnahmen für die Umsetzung aus. Im Mittelpunkt stand das besonders spannende Thema der Abwärmepotenziale aus Industriebetrieben vor Ort und die damit verbundene Möglichkeit die lokale und klimaneutrale Wärmeversorgung voranzutreiben 

 

Und genau deswegen ist es trotz 35 Grad wichtig über Heizungen zu sprechen. Denn das Ziel unserer Workshops ist es, den Grundstein für die Umsetzung der Wärmeplanung zu legen. Und die Wärmeplanung ist ein entscheidender Hebel für wirksamen Klimaschutz vor Ort.  

 

Im September geht es weiter mit der öffentlichen Informationsveranstaltung. Wir sind gespannt auf den Austausch mit den Bürger*innen aus der VG Hainich-Werratal! (mit oder ohne Hitzewelle 😎

 

 

Wir im Team Energie & Klima bei seecon Ingenieure GmbH – Mitglied der SIERA Allianz – unterstützen Kommunen bei den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung. Ob Wärmeplanung nach WPG, Wärmenetzplanung, Energieberatung, Geodatenanalysen oder Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung, wir begleiten Kommunen mit fachlicher Expertise und praxisnahen Lösungen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.

 

 

 Fachworkshop

Lärmaktionsplanung