Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal besteht seit 25 Jahren

Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal, den 08.03.2018

Mit einer Feierstunde im Festsaal der Creuzburg beging die VG Hainich-Werratal am 01. März ihr 25jähriges Bestehen. Seinerzeit wurde mit Wirkung zum 01.01.1993 die VG Mihla gegründet. 1994 erfolgte die Gründung der VG Creuzburg. Seit dem 01.01.2014 haben sich die beiden Verwaltungsgemeinschaften zur großen VG Hainich-Werratal zusammengeschlossen.

 

In den 11 Mitgliedskommunen der VG leben aktuell 10.600 Einwohner. Damit ist unsere VG nach der Kreisstadt Bad Salzungen die zweitgrößte Verwaltungseinheit des Wartburgkreises!

Auch wenn zurzeit einige versuchen, die VG schlecht zu reden, so kann sie doch als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Zumindest wurde sie von den hochrangigen Gästen der Jubiläumsveranstaltung so bezeichnet.

 

Neben den Bürgermeistern und Gemeindevertretern der Mitglieder sowie den Mitarbeitern der VG konnte die Gemeinschaftsvorsitzende als Gäste begrüßen:

den Landrat des Wartburgkreises, Herrn Reinhard Krebs, den Landtagsabgeordneten, Herrn

Marcus Malsch, den Landtagsabgeordneten a. D., Herrn Gustav Bergemann, den Vorsitzenden der Welterberegion „Wartburg-Hainich“, Herrn Bernhard Bischof, Vertreter des Nationalparks Hainich und des Naturparks EHW sowie die Leiterin der Grundschule Nazza und die stellvertretende Leiterin der Regelschule Mihla.

 

In ihrer Festansprache erinnerte Frau Hunstock noch einmal an die schwierigen Anfangsjahre der VG aber auch an die positive Entwicklung, die die Gemeinden genommen haben. Besonders in den letzten 4 Jahren – seit der Verschmelzung der beiden Verwaltungsgemeinschaften habe sich noch einmal ein deutlicher Aufschwung bemerkbar gemacht. Als Beispiele werden genannt:

 

  • die Gestaltung des Dorfzentrums in Nazza, vollständig aus eigener Kraft

  • ein neues Feuerwehrgerätehaus in Ebenshausen

  • die vollständige Erneuerung der Gemeindestraßen in Bischofroda und des Bürgerhauses in Bischofroda

  • der Umbau des Gemeindehauses und der Kita in Lauterbach

  • der Breitbandausbau in Berka und Bischofroda

  • die Lautersanierung und der Schulausbau in Mihla

  • die neue REWE-Halle und die Radbrücke Ebenau in Creuzburg, der Umbau Klostergarten ist in vollem Gange

  • das schöne Sport- und Freizeitzentrum in Krauthauen

  • die komplette Straßensanierung in Pferdsdorf-Spichra

  • der Umbau der Schule in Ifta

 

Dabei hat sich keine Gemeinde finanziell übernommen. Von den 11 Gemeinden sind 4 komplett schuldenfrei, 3 weitere haben eine Verschuldung von weniger als

100,-- €/Einwohner.

 

Dass heute selbst steuerstarke Gemeinden Schwierigkeiten bei der Aufstellung des Haushaltes haben, liegt nicht an uns, sondern an der mangelhaften Finanzausstattung durch das Land. Das machte auch Bernhard Bischof, Bürgermeister der Nachbargemeinde Hörselberg-Hainich, in seinem Grußwort deutlich.

Die Grußworte der Gäste würdigten durchgehend die hohe Effizienz und Leistungsfähigkeit der VG Hainich-Werratal. Landrat Krebs bezeichnete sie sogar als eine der bestfunktionierenden in ganz Thüringen. Er ermunterte vor allem die Bürgermeister, mit Recht stolz auf das Erreichte zu sein und würdigte ihr Engagement.

MdL Malsch verglich die 11 Mitgliedsgemeinden mit einer Fußballmannschaft und warnte davor, in Unterzahl zu spielen, denn es gäbe keinen Ersatzmann. Wegen 200,-- € sollte man sich gut überlegen, seine Jahrhunderte alte Eigenständigkeit aufzugeben.

 

G. Bergemann fand deutliche Worte, in dem er sagte, nur wer über sein Schicksal selbst entscheiden kann, wird auch in Zukunft Erfolg haben.

 

Stellvertretend für die Gemeinden der VG sprachen die Bürgermeister von Creuzburg und Krauthausen. Beide Kommunen fühlen sich in der VG gut aufgehoben.

Ronny Schwanz appellierte an den Creuzburger Stadtrat, die Selbständigkeit der Stadt nicht grundlos aufzugeben und in eine ungewisse Zukunft zu gehen.

Auch Frank Moenke, Bürgermeister der Gemeinde Krauthausen, betonte die Wichtigkeit der Eigenständigkeit für seine Gemeinde. Es gäbe nicht nur keinen Grund für die Aufgabe der Selbständigkeit, sondern auch keine gesetzliche Grundlage. Von den Drohgebärden des Mihlaer Gemeinderates sollte man sich nicht verunsichern lassen, sondern den Weg weiter als VG erfolgreich beschreiten.

 

Gemeinschaftsvorsitzende Karola Hunstock dankte allen Gästen und richtete ein besonderes Dankeschön an die Mitarbeiter der VG. Sie sind es, die täglich mit ihrer Arbeit die Beschlüsse und Wünsche der Gemeinden umsetzen, die für unsere Bürger da sind und ihnen unbürokratisch und freundlich als Dienstleister und Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Verwaltung jetzt als unfähig hinzustellen, um die VG mit allen Mitteln zu schädigen, ist bösartig und unfair! Das haben die Männer und Frauen nicht verdient.

 

Dank ging auch an die Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, die allesamt in ehrenamtlicher Arbeit ihre Freizeit zum Wohle ihrer Heimatorte opfern. Sie nehmen die Verantwortung auf sich, ihre Orte zu erhalten und weiterzuentwickeln. Auch sie haben es nicht verdient, dass ihre Arbeit herabgewürdigt wird.

 

Ein weiteres großes Dankeschön gab es für einen jungen Pianisten aus Bischofroda.

Marius Wallstein begleitete die Feierstunde ganz hervorragend mit einer Auswahl klassischer und moderner Klavierstücke, die in bemerkenswerter Qualität vorgetragen wurden. Hierfür gab es von den Gästen verdienten Beifall.

 

Die Feierstunde war ein würdiger Rahmen für 25 arbeitsreiche und auch erfolgreiche Jahre. Sie machte deutlich, dass Gemeinden, die den Weg einer Verwaltungsgemeinschaft gewählt haben, sich mindestens genauso gut entwickelt haben, wie vergleichbare Einheitsgemeinden.

Mihla’s Bürgermeister prägte anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des ASB 2015 den Satz: „Nach der Silberhochzeit gibt es keine Scheidung mehr!“

Mal sehen, ob das auch für unsere VG gilt.

 

K. Hunstock

 

Foto: Frau Hunstock, Vorsitzende der VG Hainich-Werratal, bei Ihrer Ansprache

Fotoserien zu der Meldung


25 Jahre VG Hainich-Werratal (08.03.2018)