Die Hitzewelle nimmt kein Ende

Mihla, den 09.08.2018

Was für ein Sommer! So denken die Urlauber und unsere Kinder, die wohl seit langer Zeit erleben konnten, sechs Wochen Sommerferien mit nur hochsommerlichem Wetter! Wann gab es so etwas schon einmal! Das Mihlaer Freibad täglich voll, mitunter so voll, dass Schwimmen nicht mehr möglich war. Wenden auf Kommando.... Trotzdem immer super Wasserqualität, gesicherte Aufsicht und nach dem Verlassen des Bades noch ein Eis vom Cafe Rommeley. Urlaub in Mihla, das ist für viele auch eine Erinnerung an diesen Sommer.

Bis Ende Juli bereits 25.000 Badegäste mehr, davon allein im Juli 17.500, mehr, als in der gesamten Saison 2017. Aber wer da denkt, gut für die Gemeinde, sicher. Natürlich steigen auch die Ausgaben, für zusätzliche Chemie, Strom und Personal. Natürlich werden die Einnahmen in diesem Jahr höher liegen als sonst, aber niemals die Ausgaben decken. Schön, wenn am Ende 2018 nur Negativzahlen von vielleicht 50.000 € stehen würden!

Dagegen stehen die gelblich verfärbten Liegewiesen, trotz regelmäßigen Besprengens.

Da sind wir gleich bei den Problemen des Sommers:

Am schlimmsten trifft es sicher unsere Landwirte mit riesigen Ernteausfällen. Die Arbeit des Jahres teilweise vernichtet und man kann nichts dagegen tun! Welche Folgen für die nachfolgenden Ernten entstehen, wird sich zeigen.

Unsere Feuerwehren mussten zu mehreren Feldbränden ausrücken. Auch dies ist seit Jahren so nicht geschehen. Welche Folgen wird das für die zukünftige Ausrüstung und Ausbildung der Wehren haben?

Staus an den öffentlichen Brunnen in Mihla. Jeder stand und steht nach Wasser für die Gärten an. Wie es dort aussieht, braucht nicht diskutiert zu werden. Trockenheit, verdorbene Pflanzen, die Bäume, die schon jetzt die Blätter abwerfen.

Der Bauhof der Gemeinde, der täglich unterwegs ist, die neu angepflanzten Bäume auf dem Friedhof, in der Rosenallee, auf dem Karl- Marx Platz und so weiter zu wässern.

Wie wird es weiter gehen? Nachdenken über den Klimawandel, lange Zeit verdrängt, sollte angebracht sein.

 

- Ortschronist R. Lämmerhirt -