Der MDR drehte an verschiedenen Plätzen in Mihla

Mihla, den 13.03.2018

In der Reihe „Rätsel, Mythen und Legenden“ zur Freischütz-Volkssage drehte der MDR mit Regisseurin Heidi Mühlenberg Anfang März in Mihla.

Im Mittelpunkt des Filmes, der dann am Ostermontag ab 18.05 Uhr im Fernsehprogramm des MDR zu sehen sein wird, standen die Sagen um den Jäger Hölzerkopf und den Hainich-Waldgeist Elbel.

Der bekannte thüringische Sagenforscher Ludwig Bechstein hatte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Mihlaer Sagenkranz um den Harstallschen Jäger Hölzerkopf erstmals aufgeschrieben. Tatsächlich gab es eine historische Figur Hölzerkopf in Mihla. nach dem 30jährigen Krieg siedelte sich ein Ludwig Hölzerkopf im Ort an und seine Familie lebte über drei Generationen hier. Auch das Hölzerkopfhaus in der Mühlgasse wird mit der Familie in Verbindung gebracht. Als Freischütz soll er auch verwunschene Kugeln gegossen haben. Daher fanden etliche der Dreharbeiten in der Wolfsschlucht am Harsberg statt.

Für diese Szene fand sich Eckhard Krause aus Mihla bereit. In historischer Jägertracht spielte er den Hölzerkopf und seine Begegnung mit der "Wilden Jagd" des Waldgeistes.

 

Viel Unterstützung für das Filmteam gab es von Susanne Merten und den Frauen der Trachtengruppe um Ramona König. Sie bereiteten eine Szene vor, in der ein Brautkranz nach uralten Regeln und mit ganz besonderen Zutaten gebunden wurde. Schlosswirt Wolfgang Stötzel unterstützte ebenso wie Herr Pfarrer Hoffmann, Kirchenführerin Frau Raatz und Bürgermeister Rainer Lämmerhirt. Gedreht wurde also auch in der St. Martinskirche und im Mihlaer Museum, aber auch am Hölzerkopfhaus der Familie, wo Familie Kempe bereitwillig unterstützte. Frau Raatz öffnete für die Kamera das historische Kirchenbuch und zeigte die ersten Eintragungen eines Jägers Hölzerkopf in diesem Dokument, welches ab dem Jahre 1619 geführt wurde. Dort konnte man dann im Geburtenregister nachlesen, dass im Jahre 1635 Barbara Hölzerkopf geboren wurde...

 

Einige mystische Szenen entstanden mit Pferden und Reitern des Reit- und Fahrvereins im Mihlaer Tal. Immerhin hatte die "Wilde Jagd" des Waldgeistes Elbel ihren Sitz im Hühnerloch, am und im Elbelstein.

Allem mitwirkenden schon jetzt ein herzliches Dankeschön!

Wenn Sie nun etwas neugierig geworden sind, vergessen Sie nicht, am Osterwochenende in der Programmvorschau zu blättern und den Fernseher anzuschalten.

 

- Ortschronist R. Lämmerhirt -