Neujahrsgrußwort der VG-Vorsitzenden

Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal, den 11.01.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Leser des Werratal-Boten,

 

vor wenigen Tagen haben wir das Jahr 2017 verabschiedet und mit dem Silvesterfeuerwerk das Jahr 2018 begrüßt. Gute Wünsche haben wir ausgetauscht und uns gefragt, was das neue Jahr wohl bringen mag.

Bitte lesen Sie aufmerksam die folgenden Zeilen:

 

2012 wird uns wieder vor große Herausforderungen stellen. Auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene stehen wichtige Entscheidungen an. So erwarten wir im April die Wahl des Landrates aber auch des Oberbürgermeisters der Stadt Eisenach. Das Thema Gebietsreform ist fast schon ein Dauerbrenner. Hierzu gibt es seit geraumer Zeit Gespräche mit den Nachbarkommunen, um rechtzeitig handeln zu können, wenn sich in Erfurt etwas tut. Auch will das Land die finanzielle Ausstattung der Gemeinden neu ordnen. Das dadurch mehr Geld bei uns ankommt, wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. …

 

Nein, die Jahreszahl 2012 ist kein Versehen von mir.

Das ist ein Zitat aus dem Neujahrsgrußwort von 2012, 6 Jahre alt und könnte doch von heute sein. Die Gebietsreform ist keinen Schritt weitergekommen, hat nur unendlich viel Zeit und Kraft gekostet, für Diskussionen, Sitzungen und leider auch manchen Streit gesorgt.

Nun bleibt erst mal wieder alles beim Alten. Die Kreisstrukturen werden nicht geändert und Gemeindefusionen gibt es wie schon immer auf freiwilliger Basis. Doch das Hin und Her der letzten beiden Jahre hat leider viele Vorhaben und Entwicklungen blockiert, die Ungewissheit über die Zukunft auch an mancher Stelle wichtige Entscheidungen verhindert. – Doch das trifft eher auf die Landesebene zu, als auf unsere Kommunen.

In unseren Orten wurde weiter investiert, soweit es die Finanzen zuließen. Im Gegenteil, die Ungewissheit hat so manchen Stadt- und Gemeinderat sogar noch beflügelt, wichtige Vorhaben in Angriff zu nehmen. Das war auch richtig so! Manchmal braucht man so einen Schubs, um sich an Dinge zu trauen, die man schon lange vor sich her schiebt. Wir werden gemeinsam alles daran setzen, das Begonnene auch zu vollenden, ob Klostergarten, Lautersanierung, Straßen- und Brückenbauten, Kitasanierungen, Breitbandausbau u.v.m.

 

Ich danke daher auch allen Bürgermeistern, Stadt- und Gemeinderäten sowie den Mitarbeitern der VG für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, für das große Engagement jedes einzelnen und für die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. Nur so gelingt es uns in diesen unruhigen Zeiten, unsere Orte trotzdem voranzubringen und weiter zu entwickeln.

 

Danken möchte ich auch wieder allen ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz. Ohne Sie wären wir um vieles ärmer, würden viele Feste und Veranstaltungen längst Geschichte sein und würde viel Lebensqualität verloren gehen. Die viel gepriesene „Förderung des ländlichen Raumes“ gelingt am besten, wenn wir sie selber in die Hand nehmen.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, sicher haben Sie sich das eine oder andere Ziel für 2018 gesetzt. Wir auch. Ich bin gespannt, welches Resümee wir am Jahresende ziehen werden, ob z. B. aus der Praetorius-Schule in Creuzburg der neue Verwaltungssitz wird und was dann dort verwaltet wird. Eine Einheitsgemeinde? Eine VG oder eine ganz neue Konstellation?

Wir werden es sehen.

 

Lassen Sie mich am Ende noch einmal aus 2012 zitieren, denn es passt so schön:

„Ich wünsche Ihnen ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr. Lassen Sie uns gemeinsam die Herausforderungen annehmen und meistern. Unsere Stärke ist die Gemeinsamkeit und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften (natürlich auch der städtischen Gemeinschaft!). Die Zukunft wird so werden, wie wir sie gestalten.

Ich wünsche uns allen dazu viel Mut, Kraft und Zuversicht.“

 

Ihre Karola Hunstock

VG-Vorsitzende