Vorleseabende für Erwachsene sind nicht immer Buchlesungen – es sind meist Themenabende

Creuzburg, den 25.02.2019

Es hat sich seit 2014 bewährt an 4 bis 5 Abenden im Jahr in der Remise auf der Creuzburg für Erwachsene vorzulesen. Der Zuspruch ist inzwischen so groß, dass er das Fassungsvermögen dieser Räumlichkeit „sprengt“. Zur Lesung im November 2018 kann ich sagen: „Wir hatten keine Stühle mehr“. Knapp dreißig Stühle waren in der Remise aufgestellt - vierzig Personen kamen. Mit Tatkraft wurden Stühle aus dem Hotel geholt. Wir danken dem Hotel für diese „Hilfe in der Not“ sowie den beteiligten Helfern.

Dass so viele Interessenten kamen, freute uns sehr und war eine tolle Bestätigung. Auch wenn Tischdekoration und Kerzenlicht stimmungsvoll sind, so sind diese Abende vor allem und besonders geprägt durch das Interesse und die Erwartungsfreude der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Diese Lesungen konzentrieren sich nicht auf das Vorlesen eines einzigen Buches – dies wäre in der Kürze der Zeit nur in stark zusammengefasster Form möglich. Auch Autoren bekannter Bücher lesen aus ihrem Werk nur einen Auszug vor, um damit im Leser die Lust auf das ganze Buch zu wecken.

Unsere Vorleseabende waren bisher fast ausnahmslos Themenabende. Es hat sich bewährt die Vorlesungen mit Kurzgeschichten, Zitaten und Gedichten zu füllen, die sich jeweils einem bestimmten Thema widmen. Vom „gemeinsamen, gedanklichen Spaziergang und den Fundstücken am Wegesrand“ und „der „Bedeutung von Bäumen in den Grimmschen Märchen“ oder dem Thema „Stimmungen“ sowie „Alles rund um Farben“ - wurde so manches beleuchtet.

„Was uns im wahrsten Sinne des Wortes „Augen-Blicke schenken“ bis hin zur amüsanten Frage „ob früher wirklich alles besser war“ ziehen sich die Motive der Themenabende. Dabei wird herzlich gelacht, auch diskutiert, wie z.B. über das nostalgische Kleidungsstück der Kindheit „das Leibchen“. Selbst dazu fand sich eine Kurzgeschichte. Die Lesung zum Jahresende richtete sich an das „Brauchtum während der Rauhnächte speziell in Thüringen“ und weckte so manche heitere Erinnerung an Großmutters Gepflogenheiten.

Sollte der mehrheitliche Wunsch bestehen, dass hin und wieder ein komplettes Buch die Vorlesestunde füllt, so ist das machbar und würde dann als „Buchlesung“ ausgeschrieben.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für die mir seit Jahren entgegengebrachte Herzlichkeit an diesen besinnlichen und fröhlichen Abenden sowie für die liebevolle Danksagung zur letzten Jahreslesung im November 2018.

V. Straube

Stadtbibliothek Creuzburg