Ein Klangerlebnis der ganz besonderen Art

Mihla, den 28.11.2016

In der Mihlaer St. Martinskirche trat am Vorabend des 1. Advent der Gothaer Handglockenchor auf. Durch persönliche Bekanntschaft hatte Pfarrer Georg Martin Hoffmann diesen ganz außergewöhnlichen Klangkörper nach Mihla eingeladen und wie  er dem neugierigen Publikum mitteilte, sollte damit dem Jubiläumsjahr der großen Mihlaer locke ein würdiger Schlusspunkt gesetzt und gleichzeitig die Vorweihnachtszeit eingeläutet werden. Dies gelang vollkommen.

Eine Glocke kann so vieles: läuten und tönen, scheppern und dröhnen, gongen und gellen, hallen und schallen, eine zeitlang nachklingen oder einfach nur bimmeln. Kommt sie aber einmal anders als gewohnt daher, vermag sie vor allem eines: zu überraschen.

 

Matthias Eichhorn, studierter Musiker, seit beinahe 30 Jahren zusammen mit seiner Mutter für diesen ehemals ersten Handglockenchor in der DDR verantwortlich, verriet an diesem Abend sehr viel über die Geschichte der Handglockenmusik, über das Musizieren mit den Bronzeglocken und die zahlreichen Verbindungen in die USA, wo die Wurzeln dieser Musik zu suchen sind.

Schon der Name verrät, wie diese Glocken betätigt werden. Jede einzelne hat einen Griff. Durch das Bewegen der Glocke bewegt sich auch der Klöppel und erzeugt den Ton. Eine spezielle Vorrichtung im Inneren verhindert das Zurückschwingen des Klöppels zur anderen Seite, der gegenüber liegenden Glockenwand. Dies war zu erfahren, aber auch, weshalb die Musiker Handschuhe tragen. Am Ende des Konzertes konnten sich die Mihlaer und ihre Gäste sogar mit der Handhabung der Glockeninstrumente vertraut machen.

 

Ein schöner Abend, zahlreiche Spenden und zum Ausklang auch noch Glühwein und Plätzchen, eine bessere Einstimmung auf die Adventszeit wäre gar nicht möglich gewesen!

Vielen Dank.

 

- Ortschronist R. Lämmerhirt -

 

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